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Die gemalten Blumen des 25-Jährigen (re.) sind in Augsburg bekannt.

"Blumenmaler" bekommt Bewährungsstrafe

Augsburg - In Augsburg ist er als „Blumenmaler“ bekannt. Nun ist der 25-Jährige für seine Graffiti in Blumenform verurteilt worden. Er will Kunst studieren.

Sie ist in der Fuggerstadt an jeder Ecke zu sehen und als „Augsburgblume“ bekanntgeworden: Nun ist ihr Schöpfer wegen vielfacher Sachbeschädigung zu einer zehnmonatigen Haftstrafe auf Bewährung und einer Geldstrafe von 12 000 Euro verurteilt worden. „Ich sehe ein, dass ich Mist gebaut habe, großen Mist. Tut mir leid, kommt nicht mehr vor“, sagte der 25-Jährige am Mittwoch vor dem Augsburger Amtsgericht. Er habe die Welt etwas schöner machen wollen.

Der Mann gestand, zwischen August 2008 und Dezember 2011 in 470 Fällen Graffiti in Augsburg und Umgebung erstellt zu haben. Die „Augsburgblume“ habe er mit einem Stift gezeichnet. Neben Bewährungs- und Geldstrafe muss der Mann Sozialstunden ableisten. Künftig möchte er Kunst studieren. Der Vorsitzende Richter warnte, für den Fall weiterer unerlaubter Graffiti an Hauswänden werde seine Zukunft „weder rosig noch blumig“ aussehen.

Die Werke des 25-Jährigen prangen in Augsburg etwa an Hauswänden, Stromkästen, Unterführungen und öffentlichen Gebäuden. Sie sind unter Augsburgern umstritten. Manche halten sie für Kunst. Das sieht nicht nur das Gericht anders, sondern auch die Kommune: „Die Stadt sieht das als Sachbeschädigung“, sagte ein Sprecher. Wenn Augsburger die Blume als Kunst empfänden, sei das „eine ganz subjektive Einstellung“.

Der Vorsitzende Richter nannte das Verhalten des Graffiti-Künstlers „selbstherrlich, arrogant und unreif“. Es sei ihm egal gewesen, ob die Eigentümer der Flächen mit seinen Schmierereien einverstanden gewesen seien. Die Strafe fiel trotz mehrerer Straftaten in der Vergangenheit und einer weiteren Bewährungsstrafe milde aus. Der Vorsitzende Richter sah das umfassende Geständnis als strafmildernd an. Dadurch musste nicht jedes Blumenmotiv in der Verhandlung einzeln durchgegangen werden.

dpa

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