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In der Nähe der Augsburger Puppenkiste leuchtet nun ein grüner Kasperl.

Ungewöhnliches Ampel-Motiv

Puppenkisten-Urgestein Kasperl nun auch ein Ampel-Star

Er steht für die berühmte Augsburger Puppenkiste wie kaum ein anderer. Nun hat der Kasperl auch eine eigene Ampel, zur Freude der Kinder. 

Augsburg - Als der Kasperl erstmals grün aufleuchtete, brach eine Gruppe Kinder sofort in Begeisterung aus: In der Nähe der Augsburger Puppenkiste ist am Freitag die erste Fußgängerampel mit einem gehenden Kasperl als Motiv in Betrieb gegangen.

Puppenkistenchef Klaus Marschall mit Kasperl.

Zu der Premiere war natürlich auch der Star aus dem benachbarten Marionettentheater mit Puppenkistenchef Klaus Marschall (Foto) gekommen. „Es freut mich, dass die Leute jetzt nur noch laufen, wenn ich laufe“, meinte Kasperl alias Marschall verschmitzt.

Vorbild war die Mainzelmännchen-Ampel in Mainz

Die Idee zu der Ampel hatte der Augsburger Fernsehsender atv. Vorbild war die Mainzelmännchen-Ampel in Mainz. Die Stadt Augsburg hat sich dann bei der Regierung von Schwaben eine Ausnahmegenehmigung geholt, um den klassischen Ampelmann durch die Puppe zu ersetzen.

„Normalerweise ist ein Kasperle nicht zulässig“, sagte Tiefbauamtschef Josef Weber. Aus Sicherheitsgründen verzichtete er darauf, auch einen roten Kasperl montieren zu lassen, obwohl auch dies genehmigt worden war. Falls dann etwas passiere, müsse die Stadt haften, erklärte Weber. „Das Restrisiko war zu groß.“ Der grüne Kasperl und der rote Mann seien nun zusammen ein guter Kompromiss.

„Wir hätten genügend Figuren, um die ganzen Augsburger Ampeln auszustatten.“

Der Kasperl ist eine der ältesten Figuren des berühmten Puppentheaters und neben Urmel aus dem Eis und Jim Knopf bis heute einer der populärsten Darsteller. Puppenkistenleiter Marschall hätte nichts dagegen, wenn das Projekt Schule macht. „Wir hätten genügend Figuren, um die ganzen Augsburger Ampeln auszustatten.“ Doch davon hält Amtsleiter Weber nichts: Der Kasperl solle ein Unikum in der Ampellandschaft der schwäbischen Großstadt bleiben.

dpa

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