Nach Bomben-Fund: Vollsperrung auf der A3 - mehrere Wohnhäuser evakuiert

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Der wegen Mordes angeklagte Miro B. im Landgericht Augsburg mit seiner Strafverteidigerin Mandana Mauss. Zum Auftakt des Mordprozesses gegen den 43-jaehrigen Kfz-Mechaniker am Donnerstag hat der Angeklagte ein Gestaendnis abgelegt.

Freund der Ex die Kehle durchgeschnitten - Prozess

Augsburg - Ein Mann will seine Ex-Freundin zurück - dabei ist ihm deren neuer Partner im Weg. Im Sommer 2011 schneidet er ihm laut Staatsanwaltschaft die Kehle durch. In Augsburg gesteht der Mann die Tat - er habe seine Verflossene so sehr vermisst.

Ein 43-Jähriger hat vor dem Augsburger Landgericht gestanden, den Freund seiner Ex-Partnerin getötet zu haben. “Ja, es stimmt“, sagte er zum Prozessauftakt am Donnerstag. “Ich habe mich nicht mehr unter Kontrolle gehabt.“ Die Anklage lautet auf Mord. Nach Auffassung der Staatsanwaltschaft lauerte der 43-Jährige dem Paar im August 2011 in Augsburg auf und stach mit einem Küchenmesser mehrmals auf den 38-Jährigen ein, um ihn zu töten. Der Angegriffene sei zunächst schwer verletzt und stark blutend in einen Hof nahe der Wohnung der Frau geflüchtet. Laut Anklage holte der Angreifer das Opfer jedoch ein und schnitt dem neuen Freund die Kehle durch, der Mann verblutete.

Das Paar war gerade von einer Fahrradtour zurückgekehrt. Der Pannendienstfahrer soll die Trennung von seiner Ex-Freundin nicht verkraftet und immer wieder versucht haben, sie zurückzugewinnen - ohne Erfolg. “Ich habe sie so sehr geliebt“, sagte der Angeklagte, der eine schriftliche Erklärung verlas. “Ich wollte sie nicht verlieren.“ Vor der Kammer bat er um Vergebung. “Es tut mir leid bis an mein Lebensende.“

Er lernte seine Ex-Freundin laut Staatsanwaltschaft Anfang 2009 kennen. Anderthalb Jahre später habe sich die Frau von ihm getrennt. Der 43-Jährige nahm der Anklageschrift zufolge immer wieder Kontakt zu ihr auf, obwohl sie ihm klar gemacht hatte, dass sie nicht mehr mit ihm zusammen sein wollte. Kurz darauf habe sie eine neue Beziehung begonnen.

Weil er von seiner früheren Partnerin nicht lassen wollte, gab es schließlich sogar ein gerichtliches Kontaktverbot gegen den 43-Jährigen. Dennoch sei er am Tattag zur Wohnung seiner Ex-Freundin gefahren, um sie zu sehen, sagte der Angeklagte. “Sie war wie eine Droge für mich.“ Als er sie mit ihrem neuen Freund gesehen habe, sei Wut in ihm aufgestiegen.

Auf die Frage, warum er ein Messer dabeigehabt habe, antwortete der mutmaßliche Täter: “Ich glaube, ich wollte mich einfach bewaffnen.“ Er habe Angst vor dem Freund der Ex-Freundin gehabt, aber nicht vorgehabt, auf ihn einzustechen. An die Tat selbst könne er sich nicht mehr erinnern - nur noch, dass er ein Messer gezückt habe. “Ich war wie in Trance.“

dpa

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