Fernbus nach Berlin auf Autobahn verunglückt - viele Verletzte

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Mit den neuen gesetzlichen Möglichkeiten geht die Polizei hart gegen Hobby-Rennfahrer vor. 

Neues Gesetz gegen Straßenrennen

Zur Abschreckung: Verlieren die Augsburger Raser ihre Autos für immer?

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Drei junge Männer lieferten sich am Samstagabend auf der B17 ein illegales Straßenrennen. Ihr Pech: Die Polizei war wachsam und zog die Autos ein. Nun könnte es sein, dass sie für immer auf ihre Wagen verzichten müssen. 

Augsburg - Am Szene-Treffpunkt, einer Tankstelle neben der B17, trafen sich die Autofahrer am Samstag. Ein Zivilfahrzeug der Verkehrspolizei beobachtete sie dabei und folgte den drei Männern auf die Bundesstraße. Sofort wurde ihr Fahrverhalten auffällig. 

Gegenüber der Augsburger Allgemeinen sagte Polizeisprecher Michael Jakob: „Sie überholten sich innerorts bei deutlich überhöhter Geschwindigkeit gegenseitig und nutzen die B17 als Rennstrecke.“

Die Polizei filmte das gefährliche Rennen der Männer zwischen 23 und 25 Jahren. Irgendwann reichte es den Beamten dann. Sie stoppten die Rennfahrer und beschlagnahmten einen Audi TT-RS, ein Nissan GT-R und ein BMW 335i. Wie die Augsburger Allgemeine berichtet, stehen die drei Fahrzeuge seit dem Wochenende in einer Halle der Polizei. 

Die drei Männer bekommen damit eine neue Härte des Gesetzes zu spüren. Bislang wurden Straßenrennen als Ordnungswidrigkeit verfolgt, nach einer Gesetzesänderung gelten sie nun als Straftaten. Deshalb könnte es passieren, dass die Autos für immer als Tatmittel einbezogen werden. Darüber wird wohl letztlich ein Gericht entscheiden müssen. Momentan ist völlig offen, was mit den Wagen passieren wird. „Das ist für die Betroffenen natürlich sehr schmerzlich“, räumt Polizeisprecher Jakob ein. Aber die Maßnahme solle auf die Szene abschreckend wirken. 

Neue Rechtslage:

Bundestag und Bundesrat beschlossen kürzlich ein Gesetz, mit dem illegale Autorennen nun härter bestraft werden. Die Eckpunkte: 

  • Bereits die Organisation eines Straßenrennens ist strafbar
  • Auch Führerscheine und Autos können eingezogen werden
  • Bei Organisation und Teilnahme drohen Freiheitsstrafen von bis zu zwei Jahren und Geldstrafen
  • Bei Gefährdung von Menschen oder Sachwerten können bis zu fünf Jahre verhängt werden
  • Werden Menschen verletzt oder getötet, sind bis zu zehn Jahre Haft möglich

Dröhnende Motoren, quietschende Reifen: Raser und illegale Straßenrennen sind auch im Raum München ein Problem. Anwohner in Karlsfeld klagten jüngst gegenüber den Dachauer Nachrichten über nächtliche Lärmbelästigungen, ebenso wie Bürger im Stadtbezirk Milbertshofen

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