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Wegen Mordes an ihrem Freund muss sich von heute an eine 41-Jährige vor dem Landgericht Augsburg verantworten.

Lebensgefährten ermordet

40 Messerstiche: Diana B. vor Gericht

Augsburg - Wegen Mordes an ihrem Freund muss sich von heute an eine 41-Jährige vor dem Landgericht Augsburg verantworten. Das Opfer war ihr Lebensgefährte.

Die 41-jährige Diana B. aus dem schwäbischen Königsbrunn soll ihren Partner erstochen haben, weil der Mann sie verlassen wollte. Die Staatsanwaltschaft wirft der Frau heimtückischen Mord vor. Am 13. November des vergangenen Jahres habe sie im Bad der gemeinsamen Wohnung in der Gartenstraße ihren 39 Jahre alten Lebensgefährten Michael W. von hinten mit einem Küchenmesser niedergestochen, heißt es in der Anklage. Der Mann soll noch verzweifelt versucht haben, sich gegen den Angriff zu wehren. Doch er wurde durch zahlreiche Stiche verletzt, schließlich starb der 39-Jährige an einem Stich ins Herz. Für den Prozess sind fünf Verhandlungstage vorgesehen, das Urteil ist für 10. Oktober geplant.

Diana B. wird heimtückischer Mord vorgeworfen.

Laut Anklage hatte sich der Mann von Diana B. trennen wollen. Zu diesem Zweck suchte sich Michael W. bereits eine neue Arbeitsstelle in Andechs. Laut der Augsburger Allgemeinen hatte ein Mitarbeiter des Unternehmens kurz vor der Tat angerufen, um Michael B. zu einem Vorstellungsgespräch zu bitten.

Allerdings nahm Diana B. das Telefonat an. Sie erkannte die Absicht, dass ihr Freund aus der gemeinsamen Wohnung ausziehen wollte. Das eine Trennung bevorstünde hatte Michael W. laut Anklage ihr schon einige Tage zuvor mitgeteilt.

Kurz nach dem Telefonat nahm die Angeklagte das Küchenmesser zur Hand, Klingenlänge 15 Zentimeter. Sie stach im Bad auf den 39-Jährigen ein, der sich gerade unbekleidet vor dem Spiegel die Haare föhnte.

Insgesamt 40 Mal stach die Angeklagte auf ihren Lebensgefährten ein. Ein Stich war tödlich, er traf ins Herz. Michael W. verblutete, ein Notarzt kam zu spät.

Diana B. sitzt seitdem in Untersuchungshaft. Die Staatsanwaltschaft sieht den Tatbestand der Heimtücke erfüllt. Bei einer Verurteilung droht Diana B. lebenslange Haft.

Der Prozess ist auf fünf Tage angelegt. 38 Zeugen und sechs Sachverständige sollen gehört werden. Am 10. Oktober soll das Urteil gesprochen werden.

dpa/mm

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