Ein 101-Jähriger soll einen Mitbewohner in einem Seniorenheim mit einem Gehstock erschlagen haben.
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Ein 101-Jähriger soll einen Mitbewohner in einem Seniorenheim mit einem Gehstock erschlagen haben. (Symbolbild)

Noch sind viele Fragen offen

101-Jähriger soll Mitbewohner im Seniorenheim erschlagen haben - Staatsanwaltschaft ermittelt

  • Thomas Eldersch
    vonThomas Eldersch
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In einem Altenheim im schwäbischen Landkreis Donau-Ries soll es zu einem Totschlag gekommen sein. Tatverdächtig ist ein 101-jähriger Mann.

Landkreis Donau-Ries - In einem Seniorenheim in dem schwäbischen Landkreis Donau-Ries* soll es zu einem Totschlags-Delikt gekommen sein. Der mögliche Täter soll ein 101-Jähriger gewesen sein. Die Ermittlungen hat mittlerweile die Staatsanwaltschaft Augsburg* übernommen.

Totschlag im Seniorenheim: 101-Jähriger verdächtig - Schuldfrage noch nicht geklärt

Noch sind viele Fragen offen. Fest steht nur, dass ein 92-jähriger Mann gestorben ist. Zuvor soll laut Angaben des BR der 101-Jährige auf den Mitbewohner mit einem Gehstock oder Ähnlichem eingeschlagen haben. Grund genug für die Staatsanwaltschaft wegen Totschlags zu ermitteln. Doch Oberstaatsanwalt Andreas Dobler könne noch nicht mit Sicherheit sagen, ob es sich bei dem Vorfall um ein Gerangel gehandelt habe. Auch ist unklar, ob der jüngere der beiden Männer deshalb gestürzt sei und was letztendlich zu seinem Tod geführt habe. Man stehe noch am Anfang der Ermittlungen heißt es von der Staatsanwaltschaft.

Sollte der 101-Jährige tatsächlich für den Tod des Mitbewohners verantwortlich sein, ist nicht klar, ob er überhaupt schuldfähig ist. Er sei schwer krank, sagte Dobler dem BR. Man könne ihn deshalb aus medizinischen Gründen nicht aus seiner gewohnten Umgebung reißen. Er wohne immer noch im Heim, da von ihm keine weitere Gefährdung ausgehe. Im Heim sei man sensibilisiert, so der Oberstaatsanwalt weiter.

Totschlag im Seniorenheim: Landratsamt Donau-Ries will reagieren

Die Untersuchung des Falls übernimmt außerdem die Kriminalpolizei Dillingen*. Ihr Leiter, Michael Lechner, bestätigte dem BR, dass „Todesermittlungen“ geführt werden. In Landratsamt Donau-Ries konnte man sich zunächst nicht zu dem Fall äußern. Jedoch werde die Heimaufsicht tätig werden. In welchem Maße stehe aber noch nicht fest. Das Heim selbst gab ebenfalls zunächst noch keine Stellungnahme ab. (tel) *Merkur.de/bayern ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA

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