Ein Polizeihubschrauber im Einsatz (Symbolbild)
+
Bis in die Abendstunden hinein fahndete die Polizei mit Hubschrauber nach dem mutmaßlichen Täter aus Holzheim.

Blutige Tat an Halloween

Familienstreit eskaliert: Mann sticht auf Vater seiner Lebensgefährtin ein

  • vonVeronika Silberg
    schließen

Eine Familie in Holzheim erlebte an Halloween eine grausame Nacht. In einer Messerstecherei verletzte ein 29-Jährige Mann den Vater seiner Partnerin schwer.

  • Ein Polizeieinsatz in Holzheim führte am Samstag zu einer Fahndung mit Hubschrauber
  • Ein 29-Jähriger stach mit einem Messer auf den Vater seiner Lebensgefährtin ein
  • Der 55-Jährige überlebte den Vorfall nur knapp

Holzheim - Stundenlang suchte die Polizei am Samstag ein Gebiet im Landkreis Dillingen an der Donau mit einem Hubschrauber ab. Der Grund: ein Familienstreit. Mutmaßlicher Täter und Ziel der Suchaktion ist ein 29 Jahre alter Mann. Er soll bei einem Familienstreit auf den Vater seiner Lebensgefährtin eingestochen haben. Der 55-Jährige sei im Gesicht schwer verletzt und im Krankenhaus notoperiert worden, teilte die Polizei laut dpa mit.

Familienstreit in Holzheim eskaliert: auch Säugling wurde verletzt

Der grausame Vorfall nahm am Küchentisch seinen Lauf: Der junge Mann soll bei einem Streit am Samstag zunächst einen Topf heißer Suppe nach seiner Lebensgefährtin und deren Vater geworfen haben. Auch das gemeinsame Kind im Säuglingsalter erlitt dabei leichte Verbrühungen. Vor Eintreffen der Polizei habe der 29-Jährige mehrfach mit einem Messer auf den Schwiegervater eingestochen und sei schließlich geflohen. Der 55-Jährige sei mittlerweile außer Lebensgefahr, teilte die Polizei am Sonntag mit.

Nach einigen Stunden konnte der mutmaßliche Täter allerdings in einem benachbarten Landkreis gefasst werden. Der 29-jährige Deutsche kam wegen versuchten Totschlags und gefährlicher Körperverletzung in Untersuchungshaft.

Mehr Gewalt-Taten in Zeiten des Coronavirus? - WHO warnt

Viele fürchten die psychische Belastung der Pandemie-Zeit, sowie der Coronavirus-Lockdown könnten häusliche Gewalt und Gewalt-Verbrechen generell steigen lassen. Auch die Weltgesundheitsorganisation (WHO) hat laut afp vor solchen Folgen gewarnt. Bei strikten Lockdown-Maßnahmen sei mit einem Anstieg bei psychischen Erkrankungen und häuslicher Gewalt zu rechnen.

Auch in Berlin kam es in der Nacht auf Sonntag zu einer grausamen Auseinandersetzung mit einem Messer. Ein 13-Jähriger kam dabei ums Leben.

Auch interessant

Kommentare