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Kommunalwahl Bayern 2020

OB-Wahl in Augsburg: Kandidaten-Porträts zur Kommunalwahl 2020

  • Franziska Schwarz
    vonFranziska Schwarz
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Oberbürgermeisterwahl 2020 in Augsburg: Welche Kandidaten stehen zur Wahl und wann ist der Termin dafür? Die wichtigsten Infos zur Kommunalwahl.

+++ Ergebnisse Bürgermeisterwahlen +++

+++ Ergebnisse Stadt- und Gemeinderatswahlen +++

Augsburg - Die „großen Drei“ (CSU, SPD, Grüne) vereinen in Augsburg schon seit 30 Jahren die mit Abstand meisten Wählerstimmen auf sich - weshalb es in der Schwaben-Metropole schon oft zu Stichwahlen kam. Kurt Gribl (CSU) musste bei der Kommunalwahl 2014 zwar nicht in die Stichwahl - ein drittes Mal will er aber nicht Oberbürgermeister (OB) von Augsburg werden. Gut möglich aber, dass die Stadt in CSU-Hand bleibt. Gribl wurde zuletzt mit 51,9 Prozent der Stimmen gewählt - und hängte die SPD Augsburg mit Stefan Kiefer und ihren 28 Prozent weit ab. Seit 1978 sinkt die Wahlbeteiligung in Augsburg - sie war 2014 mit 41,2 Prozent so niedrig wie nie.

Was in ganz Bayern passiert, erfahren Sie im News-Ticker zur Kommunalwahl 2020*.

Spannend wird, wie sich in Augsburg diesmal die Wählergruppen schlagen. Insgesamt fünf treten mit einem eigenen OB-Kandidaten zur Kommunalwahl 2020 an - und stoßen offenbar auf Interesse: Denn Parteien und Listen-Vereinigungen, die dieses Jahr zum ersten Mal in die bayerischen Rathäuser wollen, müssen eine bestimmte Anzahl von Unterstützer-Unterschriften vorweisen. In Augsburg sind das immerhin 470 Unterschriften.

15 Wahlvorschläge hat der Wahlausschuss Augsburg bei der Kommunalwahl 2020 für die Stadt zugelassen. Im Folgenden die OB-Anwärter und ihre Statements gegenüber merkur.de*. Außerdem bieten wir Ihnen einen Überblick über Umfragen zur Kommunalwahl in Augsburg*, sobald es verlässliche Zahlen gibt.

Die Parteien stellen aber nicht nur Bürgermeisterkandidaten auf. Daneben wird bei den landesweiten Kommunalwahlen* nämlich auch ein neuer Stadtrat für Augsburg* gewählt. Wie Sie den Stimmzettel richtig ausfüllen*, wie man per Briefwahl* abstimmt und wofür eigentlich die Wahlbenachrichtigung* nötig ist, hat merkur.de* unter der jeweiligen Verlinkung für Sie zusammengefasst.

Die OB-Kandidatin der CSU Augsburg für die Kommunalwahl 2020: Eva Weber

Eva Weber (CSU Augsburg)

Eva Weber wird für das OB-Amt als Favoritin gehandelt - sie ist bereits seit 2009 in der Stadtpolitik aktiv. Seit 2014 ist sie Finanz- und Wirtschaftsreferentin von Augsburg. Die 42-Jährige wird von der CSU mit 97 Prozent der gültigen Stimmen ins Rennen geschickt. Weber wuchs im Allgäu auf und studierte anschließend Rechtswissenschaften in Augsburg und Bayreuth. Bei der Industrie- und Handelskammer (IHK) arbeitete sie in der Rechtsabteilung, bevor sie in die Verwaltung wechselte. Weber ist verheiratet; ihr Vater ist der frühere Staatssekretär Alfons Zeller. 

Zu Merkur.de* sagte Weber über ihre OB-Kandidatur: „Das mir wichtigste Thema ist die Arbeits-Zukunft unserer Stadt. Nichts ist so wichtig, wie gute Arbeitsplätze und eine florierende Wirtschaft, um den Wohlstand unserer Stadt voranzubringen. Nur dann können wir uns all die Dinge leisten, die wir uns wünschen, um das Allgemeinwohl auf Top-Standard zu halten. Wir dürfen nicht nochmal, wie bei der Textilindustrie, zum Verlierer eines industriellen Wandels werden.“ 

Wie das gelingen, davon hat Weber folgende Vorstellungen: „Augsburg verfügt heute über eine breite Unternehmenslandschaft und technologische Profile. Computer- und datengestützte Technologien schaffen Arbeitsplätze für die kommenden Jahrzehnte. Ein neuer Mittelstand bildet sich. Spitzenunternehmen entwickeln sich am Standort bzw. siedeln sich an oder werden in Augsburg gegründet. Augsburg soll diesmal zu den Gewinnern des Wandels zählen.“

Die OB-Kandidatin von Bündnis 90/ Die Grünen Augsburg: Martina Wild

Martina Wild (Bündnis 90/Die Grünen Augsburg)

Martina Wild ist in Augsburg geboren und lebt mit ihrem Ehemann und ihren drei Kindern in Inningen. 1996 trat die 42-Jährige den Grünen bei; seit 2003 sitzt sie für die Partei im Stadtrat Augsburg, seit 2014 ist sie auch Fraktionsvorsitzende. Die Historikerin ist in der Fraktion schwerpunktmäßig für die Themen Bildung, Frauenpolitik, Klimaschutz und Sport zuständig. Sie hat in Augsburg Geschichte, Italienisch und Politikwissenschaft studiert; dabei begründete sie 1997 die grüne Hochschulgruppe neu und war Vertreterin im Studierendenparlament. 

Die Grünen Augsburg wollen sie nun auf dem Rathaus-Chefsessel sehen. „Mein Ziel ist es, für uns und unsere Kinder ein Augsburg zu gestalten, in dem wir auch in Zukunft noch gut gemeinsam leben“, sagte Wild zu Merkur.de*. Ihre Partei wolle die Stadt deshalb „so schnell wie möglich gänzlich klimaneutral“ machen. Angedachte Schritte hin zu diesem Ziel: entsiegeln, pflanzen und eine autofreie Innenstadt schaffen. Fahrrad, Tram und Bus stärken und bezahlbaren Wohnraum schaffen. Wild wünscht sich für alle 300.000 Bewohner der Stadt die gleichen Chancen - und fügt hinzu: „Ich weiß, dass man für nachhaltige Veränderungen Durchhaltevermögen braucht. Das bringe ich als langjährige Tennisspielerin mit.“

Video: Welche Aufgaben hat der Bürgermeister?

Der OB-Kandidat der Freien Wähler Augsburg bei der Kommunalwahl: Peter Hummel

Peter Hummel (Freie Wähler Augsburg)

Peter Hummel,OB-Kandidat 2020 der Freien Wähler Augsburg, ist Bürokaufmann, Rettungssanitäter und Journalist. Der 51-Jährige ist im Unterallgäu geboren und seit 1992 in Augsburg. Er ist verheiratet und hat zwei Kinder. 

Hummel sagte zu Merkur.de*: „Meine Schwerpunkte sind vor allem die Schul- und Hallenbadsanierung. Hier gibt es in Augsburg erhebliche Defizite. Beim ÖPNV fordere ich, dass Busse und Straßenbahnen an Samstagen kostenfrei genutzt werden können, um den Besuchern unserer Stadt eine attraktive Möglichkeit zu bieten, das Auto an einem P&R-Parkplatz stehen zu lassen und dennoch bequem in die Innenstadt zum Einkaufen zu kommen.“

Der OB-Kandidat der AfD Augsburg in der Kommunalwahl 2020: Andreas Jurca

Andreas Jurca (AfD Augsburg)

Der 32-Jährige Chemiker parlamentarischer Referent der AfD-Fraktion im Bayerischen Landtag und OB-Kandidat der AfD Augsburg. Auch auf der AfD-Liste für die Stadtratswahl steht Andreas Jurca auf Platz eins. Zugleich laufen gegen ihn aktuell Ermittlungen: Die Polizei ermittelt wegen möglicherweise volksverhetzender Inhalte auf seinem Rechner, wie Merkur.de* berichtete.

Seine zentralen Themen erläuterte Jurca gegenüber Merkur.de* jetzt so: „Arbeit, Verkehr, Wohnen und Sicherheit. Augsburger Betriebe leiden unter einem der höchsten Hebesätze bayernweit. Gerade vor dem Hintergrund einer aufkommenden Rezession fordern wir die Senkung der Gewerbesteuer um 25 Prozent. Damit lägen wir in Augsburg immer noch über dem bayerischen Durchschnitt, würden aber unsere Betriebe spürbar entlasten und Arbeitsplätze sichern.“

Jurca fuhr fort, dass sich die AfD „klar gegen jede Drangsalierung von Autofahrern“ und den Erhalt vierspuriger Straßen einsetzen wolle. Ein eigenes Bett für Straßenbahnen sei „verschwendete Verkehrsfläche“. Beim Thema Wohnen betrachte die AfD Augsburg Nachverdichtung als „reellen Lösungsansatz“. Städtische Wohnungen sollten bevorzugt an Menschen gehen die in Augsburg ihren Arbeitsplatz haben. „Bezüglich Sicherheit erkennen wir die Videoüberwachung auf öffentlichen Plätzen bei der Aufklärung von Straftaten an. Verhinderung von Straftaten muss jedoch der Fokus sein. Daher ist der vernünftigste kommunale Lösungsansatz eine Präsenzverstärkung des Ordnungsamtes an Brennpunkten“, so ein weitere Punkt von Jurca.

Kommunalwahl 2020: Dirk Wurm ist er OB-Kandidat der SPD Augsburg

Dirk Wurm (SPD Augsburg)

Die SPD Augsburg stellt mit Dirk Wurm, Jahrgang 1979, einen Diplom-Politologen als OB-Kandidaten auf. Der gebürtige Augsburger ist verheiratet und hat drei Kinder. Nach seinem Studium in München und Berlin, war zunächst Geschäftsführer der SPD-Stadtratsfraktion Augsburg und ist seit 2014 Ordnungs- und Sportreferent der Stadt. Ausgerechnet in der Funktion hat er den Kommunalwahlkampf übrigens damit begonnen, zu früh zu plakatieren. Wurm ist unter anderem Mitglied im Rechts- und Verfassungsausschuss des Bayerischen Städtetags.

„Es wird viel Arbeit auf uns zukommen“, sagte er zu Merkur.de*. „Weniger Autoverkehr bedeutet mehr Lebensqualität in unserer Stadt. Dazu braucht es einen leistungsstarken und bezahlbaren Nahverkehr.“ Augsburg habe einen starken Mittelstand und eine starke Industrie, doch damit das so bleibe, müssten sich Forschung, Lehre und Unternehmen „wie im Technologiepark“ vernetzten: „Ich will eine Allianz für Qualifizierung um vorhandene Arbeitsplätze zukunftsfest zu machen.“

Neben bezahlbarem Wohnraum schreibt sich Wurm noch dies auf die Fahne: „Bildung soll Spaß machen. Wir brauchen moderne und zeitgemäße Schulen. Dazu braucht es einen Masterplan für Bildungseinrichtungen.“

Der OB-Kandidat der FDP Augsburg: Lars Vollmar tritt bei der Kommunalwahl 2020 an

Lars Vollmar (FDP Augsburg)

In Hof aufgewachsen, ist Augsburg die Wahlheimat von Lars Vollmar - unter anderem seiner Ehefrau wegen, mit der er drei Kinder hat. Nach beruflichen Stationen in der öffentlichen Verwaltung arbeitet der 45-Jährige seit 14 Jahren in der IT-Industrie. Die FDP Augsburg hat ihn als ihren OB-Kandidaten nominiert, und zu seinen Vorstellungen für das Amt sagte Vollmar zu Merkur.de*: „Augsburg ist seit 1998 um 40.000 Einwohner gewachsen, aber die Stadt hat sich darauf noch nicht ausreichend eingestellt. Die Verkehrsplanung baut auf einem Gesamtverkehrsplan von 1998 (!) auf.“

Wie will Vollmar dem abhelfen? Wie viele Augsburger Parteien will er das Radfahren und den öffentlichen Personennahverkehr zu einer „echten Alternative zum Auto“ machen, „ohne das Autofahren zu verteufeln“ - und den Durchgangsverkehr aus der historischen Altstadt holen. 

„In Augsburg werden jedes Jahr nur 60 Prozent der benötigten Wohnungen fertig gestellt“, erklärte Vollmar außerdem und schlug daher vor, alte Bebauungspläne zu bearbeiten, damit Eigentümer Häuser aufstocken und ausbauen können. 

Außerdem will er eine neue Realschule im Osten Augsburgs - doch dafür fehle das Geld: „Jeder Augsburger ist mit 1400 Euro verschuldet“, deklariert Vollmar und empfiehlt: „Wir müssen uns Schaufensterprojekte (City-Zone, Radlnacht) sparen, Beteiligungen (Flughafen) abstoßen und freiwillige Leistungen pauschal um 10 Prozent kürzen.“ Die so gesparten 7 Millionen würde die FDP Augsburg in die Digitalisierung der Verwaltung und die Modernisierung der Straßenbeleuchtung investieren.

Die OB-Kandidatin von Pro Augsburg: Claudia Eberle

Claudia Eberle (Pro Augsburg)

1996 wurde Claudia Eberle mit damals 26 Jahren als jüngste Stadträtin in den Stadtrat Augsburg gewählt. Die IT-Trainerin war früher im Verein Christlich-Soziale Mitte (CSM), der sich 2011 von der CSU abspaltete und inzwischen nicht mehr in dem Gremium vertreten ist. Die 50-Jährige ist gebürtige Augsburgerin, wohnt mit ihrem Ehemann in Göggingen und hat zwei erwachsene Töchter. Seit Herbst 2018 ist sie Fraktionsvorsitzende der Bürgervereinigung Pro Augsburg.

„Wenn die Wirtschaft floriert, geht es auch den Bürgern gut“, sagte Eberle, die für eine „bürgerlich-liberale“ Politik stehe, jetzt zu Merkur.de*. Daher müssten Unternehmertum und Einzelhandel in der Stadt gestärkt werden. „Unter Leerständen, wie in der Karolinenstraße, leidet die Magnetkraft der gesamten Fußgängerzone.“ Der Hebesatz ist für sie ein Thema, den sie auf ein „wettbewerbsfähiges Niveau“ senken will, „um weitere schmerzhafte Abwanderungen von bedeutenden Unternehmen zu vermeiden“. Zudem müsse die Verwaltung „neue attraktive Gewerbegebiete“ entwickeln. 

Der OB-Kandidat von Die Linke Augsburg: Frederik Hintermayr

Frederik Hintermayr (Die Linke Augsburg)

Die Linke Augsburg setzt bei der OB-Wahl auf Frederik Hintermayr, der bereits politischer Referent einer Bundestagsabgeordneten ist. Der 27-Jährige ist verheiratet, hat ein Kind und arbeitet als Gesundheits- und Krankenpfleger. Seinen Weg in die Politik und seinen Ausblick schilderte er Merkur.de* so:  „Vor sechs Jahren wurde ich erstmals in denBezirkstag von Schwaben gewählt, dort befasse ich mich vor allem mit Gesundheits- und Pflegepolitik.“ Nun bewerbe er sich als als Oberbürgermeister und Stadtrat. 

„Augsburg ist die ärmste Stadt Bayerns. Ich streite für ein soziales Augsburg, weil ich nicht akzeptieren kann, dass in unserer Stadt Kinder ohne Pausenbrot zur Schule gehen und Senior*innen im Mülleimer nach Pfand suchen müssen. Wir brauchen einen Aufbruch für soziale Gerechtigkeit. Für diesen trete ich an!“, so Hintermayr.

Ob-Wahl 2020: OB-Kandidat der ÖDP Augsburg ist Christian Pettinger

Christian Pettinger (ÖDP Augsburg)

Christian Pettinger, Jahrgang 1963, ist Software-Ingenieur und bereits 2014 für die Ökologisch-Demokratische Partei (ÖDP) Augsburg als OB-Kandidat ins Rennen gegangen. Der Stadtrat sagt zu seinem Antreten:

"Der Klimawandel schreitet voran und die ersten Auswirkungen sind unmittelbar zu spüren. Hier müssen wir auf allen politischen Ebenen gegensteuern und das heißt in Augsburg vor allem den motorisierten Individualverkehr zu verringern durch leistungsfähige und damit attraktive Angebote des öffentlichen Nahverkehrs und Ausbau der Radwege. Wir müssen die Gebäude in der Stadt von Energiefressern in Energielieferanten umbauen.“

„Dabei muss die Stadt mit ihren Liegenschaften mit gutem Beispiel vorangehen. Die Bäume im Stadtgebiet, die ja zu einem gewissen Grad die klimaschädlichen Gase aufnehmen können und auch für Schatten und Abkühlung im Sommer sorgen müssen stärker geschützt werden. Die Neupflanzung von Bäumen muss forciert werden: PKW-Parkplätze werden zu neuen Baumstandorten. Alle diese Maßnahmen helfen nicht nur beim Klima, sondern steigern auch die Aufenthaltsqualität in der Stadt."

Der OB-Kandidat von „Augsburg in Bürgerhand“ (AIB): Bruno Marcon

Bruno Marcon (Augsburg in Bürgerhand)

Die Wählergruppierung „Augsburg in Bürgerhand“ (AIB) mit Frontmann Bruno Marcon ist 2020 zum ersten Mal bei einer Kommunalwahl dabei. In der Stadtpolitik war Marcon, 66 Jahre alt, in den vergangenen 15 Jahren immer wieder aktiv. Der Diplom-Psychologe war noch nie in einer Partei, sondern hat sich in verschiedenen Bereichen ehrenamtlich betätigt. Er organisierte zum Beispiel die Bürgerbegehren gegen den Verkauf der Trinkwassergrundstücke an die Stadtwerke und gegen die Fusion der Stadtwerke-Energiesparte mit Erdgas Schwaben.

Seine Augsburg-in-Bürgerhand-OB-Kandidatur erklärte Marcon so: „Immer mehr Menschen erleben, dass am Willen der Bürger vorbei gehandelt und regiert wird“, meinte er gegenüber Merkur.de*. Daher sei „umfassende Mitsprache“ für die Bürger nötig. „Die Augsburger Stadtregierung von CSU, SPD und Grüne ist für Rekordverschuldung und für unkalkulierbare Kostensteigerungen bei Schulen, Theater und Bahnhof verantwortlich“, kritisierte er. Er plädiert für einen Bürgerhaushalt, den Aufkauf von Grund durch die Stadt (Wohnungsbau) und ist entschieden gegen die Privatisierungen von „Wasser, Energie und der gesamten Daseinsvorsorge“. Überdies verfolge Augsburg in Bürgerhand Begegnungsorte in den Stadtteilen, ein vielfältiges Kulturleben und eine „Verkehrswende“.

Die OB-Kandidatin von Die Partei Augsburg: Lisa McQueen

Lisa McQueen (Die Partei Augsburg)

Bei der Europawahl 2019 erzielte die von Redakteuren des Satire-Magazins Titanic gegründete Partei „Die Partei“ mit 3,4 Prozent einen Achtungserfolg in Augsburg. Jetzt ist Lisa McQueen Ob-Kandidatin für „Die Partei“ in Augsburg. Sie stellt sich als gelernte Kapitänin vor, war nach eigenen Angaben früher Baumwollpflückeri n bei der Firma Söder und betreibt jetzt das kleine Café Kätchen's in der Augsburger Innenstadt. Die gebürtige Augsburgerin ist 30 Jahre alt, heute noch 29 Jahre alt und morgen schon 30! Wassermann, geboren in Augsburg.

Lisa McQueen teilte Merkur.de* zu ihrer Kandidatur mit: „Unsere Schwerpunktthemen sind der unsoziale Wohnungsmarkt. Deshalb fordern wir, die Stadt Augsburg in ‚Fuggerstadt Augsburg‘ umzubenennen. Das heißt, dass das Areal der Fuggerei auf ganz Augsburg ausgeweitet wird und somit eine Jahresmiete von maximal 0,88 Cent zustande kommt.“

Auch der Verkehr müsse noch geregelt werden. „Grüne, SPD und die CSU müssen sich wieder weiter voneinander entfernen. Diese „politische Beischlaferei“ schadet unserer Stadt!“ Der schlimmste Missstand in Augsburg sei, dass ihre „sehr gute“ Partei bisher noch nicht im Stadtrat vertreten ist.“

Der OB-Kandidatin der V-Partei³ Augsburg: Roland Wegner

Roland Wegner (V-Partei Augsburg)



Roland Wegner ist 1975 in Wertingen geboren, und hat in Hof an der Saale Verwaltungswissenschaft und Rechtspflege studiert und mit Diplom abgeschlossen. Seit 2009 ist er Geschäftsleiter der Gemeindeverwaltung Gablingen im Landkreis Augsburg. Wegner wurde 2016 Bundesvorsitzender der V-Partei³, kurz für: Partei für Veränderung, Vegetarier und Veganer. Der ehemalige Leichtathlet hat außerdem einige Weltrekorde im Rückwärtslaufen aufgestellt. 

„Der Klimawandel ist eine Existenzfrage und die bisherige Augsburger Stadtregierung der Partner CSU, SPD und Grüne haben diese Bedrohung in den letzten sechs Jahren nicht ernst genommen, da sie damit ihr selbst geschaffenes Politsystem hinterfragen müssten“, glaubt Wegner. Um das Gut Wasser nicht zu gefährden, schlägt er eine Rekommunalisierung der Stadtwerke Augsburg vor. „Alle kommunalen Entscheidungen – vom Essen in öffentlichen Einrichtungen über den Wohnungsbau bis hin zum öffentlichen Nahverkehr – müssen zum Ziel haben, so klimaneutral und nachhaltig wie möglich zu sein.“ Und: Die Geburtsstadt von Berthold Brecht hat zu lange keine kritischen Querdenker mehr gehabt. Die V-Partei³ steht nicht nur für Veränderung, Vegetarier und Veganer.“

Kommunalwahl 2020: Die OB-Kandidatin von „Wir sind Augsburg“ (WSA) heißt Anna Tabak

Anna Tabak (WSA Augsburg)

Bevor Anna Tabak im November 2014 die Wählervereinigung Pro Augsburg verließ, hat sie für diesen Verein erfolgreich das Junge Augsburg aufgebaut und 2014 für den Stadtrat auf der Pro-Augsburg-Liste kandidiert. Heute ist die 32-Jährige die OB-Kandidatin der Bürgervereinigung „Wir sind Augsburg“ (WSA). Tabak engagiert sich schon seit Jahren für die 2014 formierte WSA, deren Gründungsmitglied und Vorsitzende sie ist. Zusammen mit Peter Grab bildet sie bis heute das WSA-Präsidium. Tabak arbeitet in einem Unternehmen als Leiterin Personal und Recht.

„Ich möchte mich für mehr Bürgerbeteiligung und somit mehr Demokratie im Augsburger Rathaus einsetzen“, erklärte sie Merkur.de*. Sie wolle eine erneute GroKo in Augsburg (“die teuerste und schlechteste Lösung“ für die Stadt) verhindern. Ihre Ziele mit der WSA in der kommenden Legislaturperiode seien „echte Transparenz, mehr preiswerte Mieten, solide Finanzpolitik, mehr Sicherheit, besseres Baustellenmanagement, stärkere Investitionen für Schulsanierungen, ein Parkraumkonzept für die Innenstadt, Realisierung einer ampelfreien Osttangente sowie bessere Förderung der Sportvereine“. 

Kommunalwahl 2020: Spickzettel fürs Wahllokal

Spickzettel Kommunalwahl Bayern 2020 

Zum Mitnehmen in‘s Wahllokal: Unser Spickzettel für die Kommunalwahl Bayern 2020 als Pdf-Datei zum Download und Ausdrucken.

Ergebnisse der Kommunalwahl 2020 gibt es am Sonntag, 15. März 2020, bei merkur.de*. Bereits im Vorfeld finden Sie bei uns eine ausführliche Berichterstattung über Kandidaten, Listen und alle aktuellen Entwicklungen, so auch im Ticker zur Kommunalwahl in München*.

Kommunalwahl 2020: Kampf ums höchste Amt in Städten und Kommunen

Nicht nur in Augsburg wird ein neues Stadtoberhaupt gewählt. Im Rahmen der Kommunalwahlen wird in ganz Bayern um das höchste Amt gekämpft. In diesen fünf Städten hat merkur.de* die Kandidaten für Sie aufgelistet:

*Merkur.de ist Teil des bundesweiten Ippen-Digital-Redaktionsnetzwerks. 

frs

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