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Zukünftig soll man in Augsburg auch wieder von ein Uhr nachts bis sechs Uhr morgens wieder Döner essen dürfen.

Aus für Augsburger „Dönerverbot“

Augsburg - Der Augsburger „Dönererlass“ war umstritten - jetzt soll das nächtliche Ess- und Trinkverbot in der Innenstadt wieder abgeschafft werden.

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Der Augsburger Stadtrat und Chef der Jungen Union (JU), Volker Ullrich, reichte dem Stadtrat einen entsprechenden Antrag zu. Danach soll bereits in der nächsten Woche das "Außerhausverkaufsverbot" aufgehoben werden. Dafür könnte eine parteiübergreifende Mehrheit zustande kommen, denn Grüne und SPD haben Zustimmung signalisiert.

Das Verbot war im März mit den Stimmen von CSU und SPD erlassen worden, um die nächtlichen Alkohol-Exzesse von Nachtschwärmern in Augsburgs Prachtmeile einzudämmen. Danach dürfen Imbissbuden und Schnellimbiss-Restaurants zwischen ein Uhr nachts und sechs Uhr Morgen keine Speisen und Getränke nach draußen verkaufen. Dieser "Dönererlass" trifft besonders die kleinen Dönerbuden, die keinen Platz haben, ihre Gäste im Laden zu bewirten. Ein betroffener Gastwirt hat beim Bayerischen Verwaltungsgerichtshof gegen die Verordnung Klage eingereicht, die am 18. September behandelt werden soll.

In dem JU-Antrag heißt es zur Begründung für die Abschaffung des "Dönerverbots", die Verordnung habe sich in der Praxis zur Eindämmung von Lärmemissionen und der Reduzierung des Alkoholmissbrauchs nicht bewährt. Der Bayerische Städtetag habe das Außerhausverkaufsverbot in Augsburg einstimmig für nicht geeignet erklärt. Augsburg solle sich durch diese "negative Außendarstellung" nicht weiter blamieren, sagte Ullrich.

dpa

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