Augsburger Mordprozess: Hohe Haftstrafe

Augsburg - Es war Totschlag: Eine 40-Jährige, die ihren Mann mit einem Fleischermesser getötet hat, ist in Augsburg zu einer hohen Haftstrafe verurteilt worden. Das Urteil:

Eine 40 Jahre alte Frau ist am Donnerstag vom Landgericht Augsburg wegen Totschlags zu eine Haftstrafe von neun Jahren und sechs Monaten verurteilt worden. Das Gericht ordnete nach einer Haftstrafe von 25 Monaten die Unterbringung in einem psychiatrischen Krankenhaus an. Das Urteil ist rechtskräftig.

Das Gericht ging davon aus, dass die Frau im November 2009 ihren Mann mit einem Fleischermesser erstochen hat. Das Messer war 13 Zentimeter tief in die Brust des Mannes gedrungen, der daraufhin verblutete. Die Staatsanwaltschaft hatte auf Mord aus Heimtücke plädiert.

Vor der Tat soll es zwischen den betrunkenen Eheleuten zu einem heftigen Streit gekommen sein. Die Frau soll zur Tatzeit mit mehr als zwei Promille alkoholisiert gewesen sein. Sie hatte den Notruf zur Rettung ihres Mannes erst anderthalb Stunden nach der Tat gewählt. Vorher will sie das Telefon nicht gefunden haben.

Im Laufe der Verhandlung hatte sich ergeben, dass für die Angeklagte in ihren Männerbeziehungen Alkoholexzesse und Gewalt an der Tagesordnung waren. Eine erste Ehe mit einem US-Bürger hatte sie in den Vereinigten Staaten als “Hölle aus Drogen und Gewalt“ beschrieben. Sie sei dann nach Deutschland zurück geflüchtet. Zeitweise hatte sie in einem Wohnwagen an einem Autobahnsee gelebt. Die Angeklagte hatte sich im Prozessverlauf damit einverstanden erklärt, sich einer Therapie zu unterziehen.

dpa

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