Polizistenmord: Waffen-Gutachten stützt Verdacht

Augsburg - Ein Gutachten des Bundeskriminalamtes stützt den dringenden Tatverdacht gegen ein Brüderpaar im Augsburger Polizistenmord. Mehrere Waffen wurden genau unter die Lupe genommen.

Die Ermittler in Wiesbaden hätten mehrere Waffen untersucht, die bei den Beschuldigten gefunden wurden, sagte ein Sprecher der Staatsanwalt am Mittwoch in Augsburg. Einzelheiten wollten Polizei und Staatsanwaltschaft jedoch aus ermittlungstaktischen Gründen nicht bekanntgeben - auch nicht, ob die Tatwaffe darunter ist. “Die Ermittlungen sind weit fortgeschritten, aber noch nicht abgeschlossen“, sagte der Sprecher.

Die Brüder sollen in der Nacht zum 28. Oktober 2011 in Augsburg den Polizisten Mathias Vieth erschossen und eine Kollegin verletzt haben. Sie sollen auf dem Weg zu einem Raubüberfall gewesen sein. Gut zwei Monate später wurden sie festgenommen und sitzen seither in Augsburg beziehungsweise München in Untersuchungshaft. Sie schweigen zu den Vorwürfen.

Augsburger Polizistenmord: Bilder vom Einsatz

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Die Männer werden außerdem verdächtigt, vier Raubüberfälle begangen zu haben - in den Jahren 2002, 2004, 2008 und 2011. Die Haftbefehle gegen die Männer seien entsprechend erweitert worden. Die mutmaßlichen Täter seien bei den Überfällen sehr brutal vorgegangen. In einem Fall sollen sie einem Opfer gedroht haben, es zu erschießen. Bei den Taten seien mehr als 500 000 Euro erbeutet worden.

dpa

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