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Aktenzeichen XY: Anrufer nennt Vornamen des Killers

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Augsburg - Bei den Ermittlungen zum Augsburger Polizistenmord könnte es bald Ergebnisse geben: Nach der ZDF-Sendung "Aktenzeichen XY ungelöst" gingen viele Hinweise ein - zum Teil sehr konkrete.

Nach dem Polizistenmord in Augsburg gibt es Hinweise auf ein mögliches Drogengeschäft, in das die Täter verwickelt sein könnten. Ein Zuschauer der ZDF-Sendung “Aktenzeichen XY... ungelöst“ habe diesen Tipp gegeben und auch einen Vornamen genannt, wie Alfred Hettmer vom Landeskriminalamt Bayern im ZDF sagte. “Das wird natürlich jetzt als Täterhinweis gezählt, muss aber noch überprüft werden“, sagte ein Polizeisprecher am Donnerstagmorgen. Insgesamt seien aufgrund der Sendung 45 neue Hinweise eingegangen. “Eine heiße Spur ist bislang nicht dabei.“ Ad acta legen konnten die Ermittler nun zumindest einen Zusammenhang mit dem Mord an einer Polizistin im Jahr 2007 in Heilbronn.

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Nach dem Tod zweier mutmaßlicher Bankräuber im thüringischen Eisenach, bei denen die Dienstwaffen der damals getöteten Polizistin und ihres Kollegen gefunden wurden, sei DNA mit genetischen Spuren vom Tatort in Augsburg verglichen worden. Dabei habe es keine Übereinstimmung gegeben. “Es gibt keine Verbindung zu Eisenach“, sagte Helmut Sporer, erster Kriminalkommissar bei der Kripo Augsburg im ZDF. “Die Waffe wurde definitiv in Augsburg nicht verwendet.“

Die meisten der neuen Hinweise im Augsburger Fall bezogen sich auf das Motorrad und eine schwarze Tasche der mutmaßlichen Mörder. Insgesamt hat die Polizei damit bislang rund 550 Hinweise erhalten. Für Tipps, die zu den Tätern führen, wurde eine Belohnung von 55 000 Euro ausgesetzt. Seit Dienstag sucht die Polizei auch mit einem Fahndungsplakat nach den Tätern. Darauf ist neben dem Motorrad und der schwarzen Tasche ein Motorradhelm zu sehen.

Am 28. Oktober war der 41-jährige Polizist Mathias Vieth in Augsburg erschossen worden. Zusammen mit seiner 30-jährigen Kollegin hatte er nachts zwei Unbekannte kontrollieren wollen, die auf einem Motorrad unterwegs waren. Nach einer Verfolgungsjagd eröffneten sie das Feuer auf die Beamten. Die Täter sind seitdem auf der Flucht - die Fahndung der Sonderkommission “Spickel“ blieb bislang erfolglos.

Mit Material von dpa

Rubriklistenbild: © dpa

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