Augsburgs Kasernen verschwinden

Augsburg - Mit Investitionen in Höhe von rund 80 Millionen Euro soll Augsburgs letztes großes Kasernenareal zu einem Wohngebiet umgestaltet werden.

In diesem Frühjahr soll mit dem Bau begonnen werden, teilte die Kommune am Dienstag mit. Nach Angaben des Augsburger Baureferats sind 13,6 Hektar als Wohnbaufläche vorgesehen, darauf sollen 1 300 Wohneinheiten entstehen. Insgesamt rechnet die Stadt für die Erschließung des Geländes mit Kosten von rund 56 Millionen Euro. Ein knappes Drittel der vorgesehenen Wohnbaufläche auf dem Areal der früheren Reese-Kaserne ist bereits verkauft. Spätestens im Jahr 2022 sollen dort etwa 4 000 Menschen ein neues Zuhause gefunden haben.

Das 44 Hektar große Gelände wurde seit 1806 als Exerzierplatz genutzt und beherbergte später drei Kasernen, bis es im Frühjahr 1945 von den US-Streitkräften zum „Reese-Komplex“ zusammengefasst und 1994 geräumt wurde. Seit 2006 befindet sich das Areal im Besitz der Stadt Augsburg. Neben den Wohneinheiten sollen etwa 16 Hektar in eine öffentliche Parkfläche umgewandelt werden.

„Wir gehen aufgrund der Nachfragesituation davon aus, dass die weiteren Flächen im Lauf des Jahres verwertet sind“, sagte Manfred Deutschmann, Geschäftsführer der „Augsburger Gesellschaft für Stadtentwicklung und Immobilienbetreuung“ (AGS), einem hundertprozentigen Beteiligungsunternehmen der Stadt. 4,4 Hektar sind für Gemeinbedarf, Gewerbe und Kultur vorgesehen.

dpa

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