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Der Allgäu Airport Memmingen soll weiter ausgebaut werden. Der Bund Naturschutz hat deshalb Klage eingereicht.

Wegen Ausbauplänen

Naturschützer verklagen Allgäu Airport

Memmingen - Der Bund Naturschutz in Bayern hat gegen die Ausbaupläne des Allgäu Airports Klage eingereicht. Die Pläne seien alles andere als umweltfreundlich.

Die Naturschützer wenden sich gegen den Planfeststellungsbeschluss, mit dem ein Infrastrukturausbau sowie eine Verlängerung der Flugzeiten am Airport bei Memmingen genehmigt wurden. „Klimaschutzbelange wurden in dem Beschluss überhaupt nicht berücksichtigt, obwohl der Luftverkehr heute schon weltweit etwa zehn Prozent der Klimalasten ausmacht - mit deutlich steigender Tendenz“, sagte Helmut Scharpf, Vorsitzender der BN-Kreisgruppe Memmingen-Unterallgäu, am Freitag laut Mitteilung.

Auch die Gemeinde Westerheim sowie die Bürgerinitiative „Bürger gegen Fluglärm“ klagen gegen den Beschluss. Mit dem Ausbau des Regionalflughafens solle eine Verdreifachung der Passagierzahlen im Vergleich zu heute ermöglicht werden. Dieser Bedarf konnte nach Auffassung der Kläger nicht nachgewiesen werden.

Anfang März hatte die Regierung von Oberbayern die bauliche und betriebliche Erweiterung des Verkehrsflughafens genehmigt. Dessen Pläne sehen unter anderem vor, das Terminal zu erweitern und die Start- und Landebahn zu verbreitern und mit neuen Rollwegen auszustatten. Geplant sind zudem neue Hallen, in denen Flugzeuge untergestellt und gewartet werden können. Gleichzeitig strebt der Airport eine Ausdehnung der Flugzeiten an. Bislang sind Flüge nach 22.00 Uhr nur unter besonderen Voraussetzungen erlaubt. Nun soll die Betriebszeit auf 23.00 Uhr verlängert werden - allerdings sind die Nachtflüge erneut an bestimmte Voraussetzungen geknüpft.

Der Allgäu Airport will in den kommenden Jahren insgesamt 15 Millionen Euro investieren. Die Europäische Kommission hatte vergangene Woche staatliche Zuschüsse in Höhe von 7,75 Millionen Euro für den Ausbau genehmigt.

dpa

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