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Per Schlauchboot wurden die fünf jungen Camper ans rettende Ufer gebracht. Der Pegel des Flusses war stark gestiegen.

Ausflugsdrama im Isarwinkel

Partyvolk bei Gewitter von reißenden Fluten überrascht

Es sollte eine abenteuerliche Partynacht unter freiem Himmel in der Natur werden. Doch Sturzregen und heftige Gewitter machten der Feier ein jähes Ende.  

Lenggries – Im Natur- und Landschaftsschutzgebiet an der Walchen nahe dem Sylvensteinsee (Kreis Bad Tölz-Wolfratshausen) ist Zelten und Feuermachen verboten. Eine fünfköpfige Gruppe von Männern und Frauen im Alter von 24 bis 29 Jahren hat das Verbot allerdings nicht abgehalten. Der Ausflug endete mit einem großen Rettungseinsatz.

Die Innsbrucker hatten Samstagnachmittag den Fluss durchquert, um am gegenüberliegenden Ufer Zelte und eine Grillstelle aufzubauen. Zu diesem Zeitpunkt hatte der Fluss einen normalen Pegel. Doch durch das Gewitter mit Starkregen in der Nacht stieg das Wasser erheblich an. Auch Teile der Ausrüstung und der Zelte wurden weggespült. Die alkoholisierte und bereits stark unterkühlte Gruppe wusste sich nicht mehr anders zu helfen, als einen Notruf abzusetzen.

Mehr zum Ende der Partynacht am Sylvenstein-Zufluss finden Sie hier bei Merkur.de*.

Wasserwacht und Rettungshubschrauber im Einsatz

Ein Retter der Wasserwacht ist ans Ufer geschwommen, ein anderer wurde per Rettungshubschrauber dort abgesetzt, berichtet Gabriel Hartl, Einsatzleiter der Tölzer Wasserwacht, am Sonntag. Ein junger Mann, der bereits stark unterkühlt war, wurde von dem Rettungshubschrauber ans andere Ufer gebracht, die anderen vier Innsbrucker wurden per Schlauchboot gerettet. Das war nicht ganz einfach. Die Wasserwacht musste eine Leine über den Fluss spannen, an dem das Boot befestigt war. Die jungen Leute waren alle nass und durchfroren, Lebensgefahr bestand aber nicht.

Nach der Rettung war der Einsatz für die rund 50 Helfer allerdings noch nicht beendet. Sie mussten sich auf die Suche machen nach den weggespülten Habseligkeiten der Innsbrucker – vor allem, um Folgealarmierungen zu verhindern.

Den fünf Feiernden wird ihr illegaler Campingausflug wohl noch eine ganze Weile in Erinnerung bleiben. Auch dank eines saftigen Bußgelds, das ihnen nach dem Naturschutzgesetz droht. 

Veronika Ahn-Tauchnitz


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