Oberfranken kämpft mit Hochwasser: Orte von Außenwelt abgeschnitten
Die Wassermassen in Oberfranken nehmen kein Ende: Zufahrtsstraßen sind überschwemmt, Orte abgeschnitten. Besonders betroffen sind Niederau und Ebing.
Update, 26. Dezember, 12.45 Uhr: Die Hochwasserlage in Bayern entspannt sich weiter am zweiten Weihnachtsfeiertag. Dafür ist vor allem Hoch Gusti verantwortlich. Zum Ende der Woche drohen allerdings schon neue Regenschauer, wie der aktuelle Blick aufs Wetter in Bayern zeigt.
Update, 25. Dezember, 17:55 Uhr: Oberfranken erlebte am Montag ein schweres Hochwasser. Der Main trat über seine Ufer und verursachte erhebliche Überschwemmungen in den umliegenden Gebieten.

In Niederau, im Landkreis Lichtenfels, wurden beide Zugangswege durch die Fluten unpassierbar, was zur Isolation des Ortes führte. Ebenso litt Ebing im Landkreis Bamberg unter den Wassermassen. Ein Campingplatz und die Verbindungsstraße nach Zapfendorf wurden dort von der Flut erfasst, wobei die Straße in einen wilden Fluss verwandelt wurde. Zusätzlich wurden in Zapfendorf eine Kleingartenkolonie und ein Firmenareal überschwemmt.
Update, 25. Dezember, 09.01 Uhr: Die Hochwasser-Situation in Bayern zeigt am Morgen des ersten Weihnachtsfeiertages erste Anzeichen der Entspannung. Dennoch prognostiziert der Deutsche Wetterdienst (DWD) für Nordbayern weiteren Niederschlag, was den Hochwassernachrichtendienst (HND) zu anhaltender Wachsamkeit veranlasst.
Oberfranken: „Das Hochwasser hat sich ein bisschen eingependelt“
In vielen Regionen bleiben die Wasserstände konstant oder sinken, wie die Polizeipräsidien in Ober- und Mittelfranken sowie Niederbayern am Montag mitteilten. „Das Hochwasser hat sich ein bisschen eingependelt“, erklärte ein Vertreter des Oberfränkischen Präsidiums. In Unterfranken hingegen verzeichnen die Pegel einen leichten Anstieg, wie der dortige Sprecher berichtete. Einige Parkflächen mussten bereits geräumt werden. Auch in der Oberpfalz bleiben die Wasserstände der Donau in Regensburg und des Flusses Regen hoch.
Franken und Ostbayern sind besonders von den Hochwassern betroffen. Am Wochenende überschritten viele Landkreise die Meldestufe 3 des Hochwassernachrichtendienstes (HND), vereinzelt sogar Stufe 4. Der HND warnt damit vor möglichen Überflutungen von bebauten Grundstücken oder umfangreicheren Überflutungen. Am Sonntagabend verzeichnete der Dienst einen Rückgang der Pegel, die die Meldestufen überschreiten. Zwei Flüsse in den oberfränkischen Gemeinden Rödental und Neustadt (Landkreis Coburg) lagen jedoch weiterhin knapp über der Meldegrenze der Stufe 4.
Einzelfälle von Hochwassereinsätzen ereigneten sich am Heiligabend und in der Nacht zum ersten Weihnachtsfeiertag. In Nabburg (Landkreis Schwandorf) kenterte ein Kanufahrer auf der Naab. Er konnte sich selbst aus dem Fluss retten, während Rettungskräfte das Kanu weiter flussabwärts bargen. Ein 73-Jähriger ignorierte in Metten (Landkreis Deggendorf) mehrere Absperrungen und fuhr mit seinem Auto ins Wasser. Rettungskräfte brachten den leicht unterkühlten Mann ins Krankenhaus.
Meine news
Erstmeldung, 24. Dezember, 12.33 Uhr: München – Die Flusspegel in Bayern steigen weiter an. Der Hochwassernachrichtendienst (HND) warnt aktuell vor Überschwemmungen von bebauten Gebieten in Franken und Ostbayern. Teilweise werde die Meldestufe 4 überschritten – die höchste Warnstufe.
Warnung vor Überflutungen im größeren Ausmaß

Besonders betroffen sind die oberfränkischen Gemeinden Rödental im Landkreis Coburg und Mainleus im Landkreis Kulmbach. In Neustadt im Landkreis Coburg bestünde die Gefahr, dass die Meldestufe von drei auf vier springt und damit bebaute Gebiete in größerem Umfang überfluten könnte. In vielen weiteren Landkreisen erreicht die Hochwasserlage die Warnstufe drei. Hier könnten einzelne bebaute Grundstücke oder Keller überflutet werden, zudem könne es zur Sperrung überörtlicher Verkehrsverbindungen kommen:
- Landkreis Amberg-Sulzbach
- Landkreis Coburg
- Landkreis Coburg
- Landkreis Bayreuth
- Landkreis Würzburg
- Landkreis Würzburg
- Landkreis Schweinfurt
- Landkreis Passau
- Landkreis Donau-Ries

Hochwasserwarnungen auch in anderen Teilen Bayerns
Von Samstag auf Sonntag liefen in Oberfranken bereits einige Keller voll. Auch Straßen wurden überschwemmt. Im Landkreis Lichtenfels sind die Kreisstraßen LIF 7 und LIF 20 zurzeit nicht befahrbar, teilte der Landkreis am Sonntag, 24. Dezember, mit. In Niederbayern stieg in Niederalteich im Landkreis Deggendorf ein Bach so stark an, dass Feuerwehrleute den Damm verstärken und erhöhen mussten. Mittlerweile sinke hier der Wasserstand allerdings wieder, teilte die Integrierte Leitstelle Straubing mit.
Auch im Rest von Bayern gilt nach wie vor Hochwassergefahr, allerdings nur mit den Meldestufen eins und zwei. Lediglich kleinere Ausuferungen oder landwirtschaftliche und forstwirtschaftliche Gebiete drohen dabei überflutet zu werden.
Mehr News finden Sie in unserer brandneuen Merkur.de-App, jetzt im verbesserten Design mit mehr Personalisierungs-Funktionen. Direkt zum Download, mehr Informationen gibt es hier. Sie nutzen begeistert WhatsApp? Auch dort hält Sie Merkur.de ab sofort über einen neuen Whatsapp-Kanal auf dem Laufenden. Hier geht‘s direkt zum Kanal.