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Die Bayern sind nicht oft krank - das bestätigt jetzt eine Auswertung.

Auswertung der Techniker Krankenkasse

Die Bayern sind am seltensten krank

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München – Bayerische Arbeitnehmer sind im bundesweiten Vergleich am seltensten krank, wie nun eine Auswertung der Techniker Krankenkasse (TK) ergeben hat. München landet sogar auf Platz zwei bei der Anzahl der Krankheitstage.

Spitzenreiter war der Kreis Lindau. Im vergangenen Jahr war hier jeder Erwerbstätige im Schnitt 10,3 Tage krank geschrieben. Auf den Plätzen zwei und drei folgen die Landkreise München mit 10,4 und Starnberg mit 10,6 Tagen.

„Die drei bayerischen Regionen verzeichneten rund ein Drittel weniger krankheitsbedingte Fehltage am Arbeitsplatz als im bundesdeutschen Durchschnitt“, erklärte der Leiter der TK Bayern, Christian Bredl. Der lag laut Gesundheitsreport bei 15,4 Krankheitstagen. Unter den besten zehn sind mit der Stadt München (10,7), dem Kreis Ebersberg (11) und der Stadt Erlangen (11,3) drei weitere bayerische Regionen.

Schlusslichter sind Sömmerda in Thüringen und Mansfeld-Südharz in Sachsen Anhalt. Sie haben etwa doppelt so viele Fehltage wie der durchschnittliche Arbeitnehmer in Bayern. Allerdings sind die Unterschiede auch im Freistaat groß: Die höchsten Krankenstände wurden vergangenes Jahr in Kronach (Oberfranken), Haßberge (Unterfranken), und im niederbayerischen Kreis Freyung-Grafenau gemeldet. Dort waren es je mehr als 18 Tage.

Bayern ist gesünder als Nord-Bundesländer

Die Ursachen sind meist dieselben: Muskel-Skelett-Beschwerden, zu denen etwa Rücken- oder Bandscheibenleiden zählen. Außerdem psychische Probleme und Erkrankungen der Atemwege. „Insgesamt sind Bayern und Baden Württemberg gesünder als die Nord-Bundesländer“, sagt TK-Sprecher Stephan Mayer. Das könne etwa mit dem großen Zuzug von jungen Menschen zu tun haben. „Die sind vielleicht öfter krank, dafür aber nicht so lange wie ältere“, sagt Mayer. Eine Analyse dazu gibt es allerdings nicht.

Im Vergleich zum Vorjahr stiegen die Fehltage in Bayern zwar um 0,6 auf 13,4. Das sind aber noch immer zwei Tage weniger als im Bund. Hauptgrund für den Anstieg war eine ausgeprägte Erkältungs- und Grippewelle. Insgesamt erreicht der Krankenstand im Freistaat und im Bund den höchsten Wert seit 2000.

Für ihren Gesundheitsreport wertete die TK die Daten von 4,6 Millionen deutschen und 613.500 bayerischen Versicherten aus.

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