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Auf Autobahnen wird gebaut wie noch nie - Baustellen im Überblick

München - Auf deutschen Autobahnen wird in diesem Sommer so viel gebaut wie noch nie zuvor. In Bayern ist die Zumutbarkeit laut Verkehrspolitiker Martin Burkert fast überschritten.

Das geht aus neuen Daten des Bundesverkehrsministeriums hervor, die dem Münchner Merkur (Mittwochsausgabe) vorliegen. Für den Zeitraum vom 1. Juni bis 30. September meldeten die Länder 715 geplante Baustellen längerer Dauer auf Autobahnen. Die meisten Baustellen gab es in Nordrhein-Westfalen (220), gefolgt von Bayern (126), Hessen (73) und Niedersachsen (72). Zum Vergleich: Im Jahr 2015 wurden 627 Baustellen gemeldet, 2014 waren es 625 und 2013 sogar nur 515.

Man habe mehr Geld für Verkehrswege als je zuvor, sagte Minister Alexander Dobrindt (CSU) der Zeitung. Insgesamt investiert sein Ministerium in Autobahnen und Bundesstraßen dieses Jahr rund 7,4 Milliarden Euro. Das sind 1,7 mehr als 2015. „Damit modernisieren wir unsere Autobahnen und beseitigen Engpässe“, sagte Dobrindt. Kriterium, um in diesen Katalog aufgenommen zu werden, war eine Dauer von mindestens vier Kalendertagen. „Jede dieser Baustellen sichert Wachstum, Wohlstand und Beschäftigung“, sagte Dobrindt.

Die Autofahrer profitieren mittelfristig natürlich von der Entwicklung. Derzeit bekommen die Verkehrspolitiker allerdings auch viel Unmut zu hören. „Die Zumutbarkeit ist in Bayern fast überschritten“, sagte Martin Burkert, Vorsitzender des Verkehrsausschusses des Bundestags, dem Merkur. Doch der SPD-Politiker unterstützt Dobrindts Kurs. Der Nachholbedarf sei enorm. „Das wird die nächsten Jahre so weitergehen.“

mik

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