85 Verdächtige ermittelt

Autobumser-Bande: 200 Unfälle manipuliert?

Aschaffenburg - Bei der Untersuchung zu einer Serie von manipulierten Autounfällen stößt die Kripo auf immer neue Verdächtige.

Wie die Staatsanwaltschaft am Dienstag berichtete, seien mittlerweile 85 Verdächtige ermittelt worden, im April war von 60 Beschuldigten die Rede. Die Bande soll seit 2008 rund 200 Autounfälle vorgetäuscht haben. Zuletzt waren Haftbefehle gegen zwei Männer aus dem Raum Aschaffenburg erlassen worden. Nach zweijährigen Ermittlungen sind 40 der 85 mutmaßlichen Bandenmitglieder angeklagt oder verurteilt. Bei den Versicherungen soll die Bande mit den Unfällen in Unterfranken und dem benachbarten Hessen etwa eine Million Euro abkassiert haben.

Die Verdächtigen sollen sich gegenseitig in die Autos gefahren sein. In der Werkstatt eines Bandenmitglieds fälschten sie dann die Gutachten. „Es gab auch Fälle, wo völlig ahnungslose Personen in einen Unfall verwickelt wurden“, sagte Polizeioberkommissar Michael Zimmer. Eine schwangere Frau musste nach einem Zusammenstoß zwei Tage im Krankenhaus behandelt werden.

dpa

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