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Gustl Mollath in einem Gerichtssaal des Landgerichts Regensburg.

Autohändler sagt aus

"Mollath wollte Helfern seiner Frau schaden"

Regensburg - Im Wiederaufnahmeverfahren gegen Gustl Mollath hat ein Autohändler von unmissverständlichen Rache-Äußerungen des Nürnbergers berichtet.

Gustl Mollath habe ihm bei einem Besuch 2005 gesagt, dass er allen Menschen schaden werde, die seiner Ex-Frau und ihrem neuen Freund geholfen hätten, sagte der 59-jährige Zeuge am Mittwoch vor dem Landgericht Regensburg.

Der Autohändler hatte einen Transporter zum Auszug von Mollaths damaliger Frau zur Verfügung gestellt. Wochen später wurden mehr als 50 Reifen auf dem Gelände des Händlers zerstochen. Mollath habe ihm bei dem Besuch auch einen angeschliffenen Schraubenzieher gezeigt, erklärte der Zeuge. „Er sagte mir, er fühle sich von Banken, seiner Ehefrau und der Polizei bedroht und sei jetzt auch bereit, sich zu wehren.“

Am Nachmittag sollte am Mittwoch erstmals ein psychiatrischer Gutachter als Zeuge aussagen. Dieser hatte im ersten Verfahren gegen Mollath vor dem Amtsgericht Nürnberg vor elf Jahren ein Gutachten erstellt, ohne mit dem Angeklagten selbst gesprochen zu haben.

Der 57 Jahre alte Mollath muss sich wegen Körperverletzung, Freiheitsberaubung und Sachbeschädigung verantworten. Unter anderem soll er 2001 seine damalige Ehefrau körperlich misshandelt und eingesperrt haben. Zudem soll er Dutzende Autoreifen zerstochen haben. Das Landgericht Nürnberg-Fürth hatte Mollath im Jahr 2006 von den Vorwürfen wegen Schuldunfähigkeit freigesprochen und ihn in die Psychiatrie eingewiesen. Erst im Vorjahr kam er frei.

dpa

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