Schreckliches Familiendrama

Mutter ersticht Sohn (3) und will sich dann verbrennen - Motiv weiter unklar

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Eine entsetzliche Familientragödie spielte sich am Mittwochmorgen in Oberbayern ab. Eine Mutter hat offenbar ihren eigenen Sohn erstochen. 

Update, 12. April, 15.19 Uhr: 

Das Motiv für die Tat der Mutter bleibt weiter unklar. Die 36-Jährige liegt nach Angaben der Polizei vom Donnerstag weiterhin auf der Intensivstation und ist nicht vernehmungsfähig. Sie hatte nach der Tat in Baar-Ebenhausen (Landkreis Pfaffenhofen an der Ilm) versucht, sich das Leben zu nehmen, und ihre Kleidung angezündet.

Schreckliche Familientragödie 

Baar-Ebenhausen - Zu einer erschütternden Familientragödie ist es im Landkreis Pfaffenhofen an der Ilm gekommen. Gegen 4.15 Uhr wurden Polizei und Rettungskräfte am Mittwoch zu einem Einfamilienhaus nach Baar-Ebenhausen gerufen. Alarmiert hatte sie der Bewohner des Hauses, der zuvor eine schreckliche Entdeckung machen musste.

Laute Schreie am frühen Morgen

Durch laute Schreie aus dem Schlaf aufgeschreckt, entdeckte er im Kinderzimmer seinen blutüberströmten, getöteten Enkel (3). Nach dem derzeitigen Stand der Ermittlungen wurde das Kleinkind von seiner eigenen Mutter (36) erstochen. Die Frau unternahm nach der Tat einen Suizidversuch, indem sie ihre Kleidung anzündete. Ihr Vater versuchte sie zu retten und die Flammen zu ersticken. Mit lebensbedrohlichen Brandverletzungen wurde sie in eine Münchner Spezialklinik gebracht, teilte das Polizeipräsidium Oberbayern Nord mit. Ihr Überleben ist weiterhin ungewiss. Sie ist auch nicht ansprechbar derzeit. 

Die Täterin soll psychische Probleme haben

Auf Anfrage unserer Redaktion erklärte der Polizei-Pressesprecher Hans-Peter Kammerer, dass die Frau während der Tat in einem psychischen Ausnahmezustand gewesen sein soll. Ihr Vater habe sie als stark verwirrt wahrgenommen. Wie der Donaukurier berichtet, soll die Tatverdächtige „psychisch angeschlagen“ sein und sich bereits in ärztlicher Behandlung befunden haben. Hierzu konnte Kammerer zu diesem frühen Zeitpunkt der Ermittlungen noch keine gesicherte Auskunft abgeben. Auch zum Motiv der Tat werde weiter ermittelt werden müssen.

Langes Küchenmesser als Tatwaffe

Die Polizei habe die Tatwaffe mittlerweile identifizieren können, so Polizeisprecher Kammerer weiter gegenüber merkur.de. Es handelt sich um ein 25 Zentimeter langes Küchenmesser. 

Die zuständige Kripo Ingolstadt hat die Ermittlungen aufgenommen. Noch immer läuft die Spurensicherung am Tatort. Der geschockte Großvater, der mit seiner Tochter sowie dem Dreijährigen in dem Haus in einer kleinen Seitenstraße lebte, wird durch ein Kriseninterventionsteam betreut. Erst gegen Mittag konnte auch der leibliche Vater des Buben durch die Polizei verständigt werden, teilte Kammerer mit. Auch dieser wird nun von Seelsorgern betreut.

In der oberbayerischen Gemeinde Baar-Ebenhausen leben rund 4800 Menschen. Sie liegt etwa 13 Kilometer südlich von Ingolstadt. 

mag

Rubriklistenbild: © dpa/Marcel Kusch

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