Baby erstickt - Mutter wegen Mordes vor Gericht

Weiden - Wegen Mordes an ihrem acht Monate alten Baby steht von diesem Freitag an eine junge Frau in Weiden vor Gericht. Getötet haben soll die Frau ihr Kind, weil sie es nach ungewollter Schwangerschaft abgelehnt habe.

Die 25-Jährige soll ihren Sohn im Mai bei einer spontanen Tat erstickt und gewürgt haben. Der getrenntlebende Vater hatte seinen toten Buben nach Tagen in der Wohnung der Frau gefunden. Das Landgericht Weiden hat für den Prozess fünf Verhandlungstage eingeplant, das Urteil ist für den 23. Dezember geplant.

Die 25-Jährige soll ihrem Sohn am 21. Mai einen Pullover in den Mund gesteckt haben, ihm die Nase zugehalten und auch die Kehle zugedrückt haben. An jenem Tag soll sie laut Anklage um 16.00 Uhr den Entschluss zu der Tat gefasst haben, schon etwa 25 Minuten später soll das Baby tot gewesen sein. Das Motiv sieht die Staatsanwaltschaft in der Ablehnung des Kindes nach ungewollter Schwangerschaft. Die Ankläger werfen der Frau Grausamkeit und niedere Beweggründe vor und haben sie deshalb wegen Mordes und nicht wegen Totschlags angeklagt.

Der Vater hatte das tote Baby am Pfingstmontag in dem Weidener Wohnblock entdeckt. Die 25-Jährige soll den kleinen Gero bereits drei Tage zuvor umgebracht und den Leichnam dann in ihrer Wohnung behalten haben. Der Mann fand den toten Säugling auf der Waschmaschine.

Bei der Polizei hatte die Frau ein Geständnis abgelegt. Die Strafkammer hat für den Prozess 24 Zeugen und zwei Gutachter geladen.

dpa

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