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Babyleiche im Müll: Sechseinhalb Jahre für Mutter gefordert

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Prozess in Bayreuth - Baby nach Geburt im Müll abgelegt
Die Angeklagte steht in einem Gerichtssaal. © Nicolas Armer/dpa/Archivbild

Sie soll ihr neugeborenes Baby in einen Müllbeutel gesteckt und so umgebracht haben - nun könnte eine junge Frau zu einer jahrelangen Haftstrafe verurteilt werden. Die Staatsanwaltschaft habe am Donnerstag für eine Jugendstrafe von sechseinhalb Jahren wegen Totschlags plädiert, teilte das Landgericht Bayreuth mit.

Bayreuth - Der Verteidiger der 20-Jährigen argumentierte demnach dagegen, das Kind sei nach der Geburt gestorben und schon tot gewesen, als sie es in den Müllsack legte. Er forderte eine Jugendstrafe von vier Jahren.

Die damals 19-Jährige soll im vergangenen Juli von anderen unbemerkt im Badezimmer eines Bekannten im Landkreis Bayreuth ein lebensfähiges Mädchen zur Welt gebracht haben. Die junge Mutter soll es in Plastik eingewickelt, in einen Müllsack gelegt und im Abfall entsorgt haben. Das Kind starb. Es wurde später in einer Mülltonne gefunden.

Laut ihren Aussagen beim Prozessauftakt hatte sie sich ihre Schwangerschaft lange selbst nicht eingestanden und selbst vor Verwandten und ihrem Freund geheim gehalten. Von den Wehen sei sie überrascht worden. Die Staatsanwaltschaft wirft ihr dagegen vor, dass sie nichts über die Schwangerschaft sagte, „um als Täterin der Tötung ihres Kindes unentdeckt zu bleiben“. dpa

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