Tragödie

Babyleichen von Wallenfels: Ermittlungen dauern an

Wallenfels - Nach dem Fund von acht Babyleichen in einem Haus in Wallenfels in Oberfranken laufen die Ermittlungen der Kripo weiter - neue Erkenntnisse gibt es aber noch nicht.

Es bleibe jedoch bei der Zahl von acht toten Säuglingen, sagte eine Polizeisprecherin in Bayreuth. Nach dem Fund vor knapp drei Wochen war zunächst noch offen, ob es sich um acht Babys oder doch um mehr Leichen handelt. Die Obduktion habe aber die Zahl bestätigt, ergänzte die Sprecherin. Auch sonst hätten sich bei Durchsuchungen in dem Anwesen keine Hinweise auf weitere sterbliche Überreste ergeben.

In einem Haus mitten in Wallenfels (Landkreis Kronach) waren die toten Neugeborenen entdeckt worden - eine Anwohnerin hatte die in Plastiktüten und Handtücher eingewickelten Leichen in einem Abstellraum bemerkt. Eine 45 Jahre alte ehemalige Bewohnerin des Hauses hat inzwischen gestanden, in den vergangenen Jahren einige Säuglinge lebend geboren und umgebracht zu haben. Sie sitzt derzeit in Untersuchungshaft.

Erste Ergebnisse der rechtsmedizinischen Untersuchungen hatten gezeigt, dass sechs der Neugeborenen von ihrer Entwicklung her lebensfähig gewesen wären, zwei dagegen wohl nicht. Wegen der stark fortgeschrittenen Verwesung der Leichen gestalten sich die weiteren Untersuchungen aber schwierig, wie die Ermittler betonten. So dürften sich die genauen Todeszeitpunkte wohl nicht mehr feststellen lassen.

Noch stehen aber weitere Resultate aus - etwa zur DNA der Babys. „Es dauert noch, bis wir hier Ergebnisse haben werden“, sagte die Polizeisprecherin. Die Ermittler erhoffen sich beispielsweise Aufschluss darüber, wer der Vater der toten Kinder ist.

Rubriklistenbild: © dpa

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