Totales Bahn-Chaos am Montagmorgen: In Bayern fährt kein Zug mehr

Totales Bahn-Chaos am Montagmorgen: In Bayern fährt kein Zug mehr
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Dieses mittlerweile gelöschte Posting sorgte für Aufruhr. 

Entschuldigung „in aller Form“

Zugunglück bei Bad Aibling: Posting der Bahn machte Facebook-Gemeinde fassungslos

Mit einer Stellenanzeige auf Facebook schockte die Deutsche Bahn viele User - erinnert sie doch auf geschmacklose Weise an das schreckliche Zugunglück in Bad Aibling. Laut dem Konzern handelte es sich um einen unglücklichen Zufall. 

Bad Aibling - Die Deutsche Bahn hat sich für eine missratene Stellenanzeige bei Facebook entschuldigt. Mit den Worten „Alle wollen nach Berlin - dabei sind die guten Jobs in Bad Aibling“ warb das Unternehmen für den Posten eines Fahrdienstleiters in Bad Aibling - wo vor zwei Jahren ein unaufmerksamer Fahrdienstleiter eines der schwersten Zugunglücke in Deutschland mit zwölf Toten verursacht hatte.

Doch kein Mensch hatte die Stellenanzeige in dem sozialen Netzwerk formuliert - sondern ein bestimmter Rechenvorgang hatte ihn automatisch aus Satzbausteinen, Berufsbild und Ort zusammengesetzt, wie die Bahn am Donnerstag versicherte. Man entschuldige sich „in aller Form“. Über die Anzeige hatten zuvor mehrere Medien berichtet, wie etwa Mangfall24.de*

„Hätten Verbreitung sofort gestoppt“

„Es war in keiner Weise unsere Absicht, die Gefühle von Betroffenen oder Angehörigen des Zugunglücks von Bad Aibling zu verletzen. Wir haben die Verbreitung sofort gestoppt“, teilte das Unternehmen mit. „Das hätte in diesem Fall nicht passieren dürfen, die Verbindung mit Bad Aibling hätten wir beim Beruf Fahrdienstleiter vorher ausschließen müssen.“ 

Der Prozess sei umgehend überprüft und geändert worden, „damit so etwas nicht mehr vorkommt.“ Wie lange die Anzeige online war, war zunächst unklar.

Bei dem Unglück waren am 9. Februar 2016 zwei Züge der Bayerischen Oberlandbahn frontal zusammengestoßen. Zwölf Menschen starben, 89 wurden verletzt. Der Fahrdienstleiter hatte auf seinem Handy gespielt und Signale falsch gestellt. Er wurde wegen fahrlässiger Tötung zu dreieinhalb Jahren Haft verurteilt.

Aktuelle Entwicklungen: Fahrdienstleiter fordert vorzeitige Entlassung aus dem Gefängnis. 

*Mangfall24.de ist Teil des deutschlandweitenIppen-Digital-Redaktionsnetzwerks.

dpa

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