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Nach Lawinenabgang: Retter finden Skibrille im Schnee - Suche nimmt unerwartetes Ende

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Von: Katarina Amtmann

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Bad Hindelang: Lawine am Spießer - Retter finden Skibrille im Schnee
Im Allgäu kam es zu einem Lawinenabgang. Retter fanden eine Skibrille im Schnee - und starteten eine große Suche. (Symbolbild) © dpa / Jean-Christophe Bott

Am Spießer im Allgäu ist eine Lawine abgegangen. Einsatzkräfte fanden im Schnee eine Skibrille und eine Mütze. Es wurde eine große Suche gestartet - mit ungewöhnlichem Ende.

Bad Hindelang - Bei der Integrierten Leitstelle (ILS) Allgäu wurde am Montag gegen 16.40 Uhr der Abgang einer Lawine am Spieser mitgeteilt. Der Lawinenkegel war circa 40 Meter breit und 200 Meter lang. Dort wurden eine Mütze und eine Skibrille gefunden.

Lawinenabgang am Spieser: Einsatzkräfte suchen nach Person im Schnee

Umgehend wurden deshalb die Bergwachten Bad Hindelang, Hinterstein, Wertach und Oberjoch sowie die Alpinen Einsatzgruppe alarmiert. Die Retter suchten - konnten den Vermissten jedoch nicht finden. Über einen Facebook-Post wurde gegen 19.30 Uhr zufällig bekannt, dass ein bislang unbekannter Mann dort von einem unverschuldeten Lawinenabgang berichtete. Der 45-Jährige schrieb, dass er von der Lawine erfasst und circa 30 Meter mitgerissen wurde. Dabei wurde er teilverschüttet. 

Der Mann konnte von seinem Begleiter unverletzt geborgen werden. Die Männer benachrichtigen weder die ILS, noch die Polizei oder die Bergwacht. Nach telefonischem Kontakt konnte eine Verschüttung weiterer Personen ausgeschlossen werden, der Sucheinsatz wurde daraufhin beendet, wie die Polizei mitteilte. 73 Mann der Bergwacht, ein Rettungshubschrauber und 12 Beamte der Alpinen Einsatzgruppe sowie zwei Beamte der Polizei Sonthofen waren im Einsatz.

Die Meldung der Polizei im Wortlaut

„Bei der Integrierten Leitstelle (ILS) Allgäu wurde gegen 16:40 Uhr, der Abgang einer Lawine am Spieser, Bad Hindelang mitgeteilt. Da im Lawinenkegel, ca. 40 m Breit und 200 m Lang, eine Skibrille und eine Mütze festgestellt wurde, erfolgte umgehend eine große Alarmierung der Bergwachten Bad Hindelang, Hinterstein, Wertach und Oberjoch sowie der Alpinen Einsatzgruppe des PP SWS. 

Eine Absuche mit Suchhunden, LVS und Sondierungskette verlief erfolglos. Über einen Facebook-Eintrag wurde zufällig gegen 19:30 Uhr bekannt, dass ein bislang unbekannter Geschädigter (M, 45 J., aus dem Lkr. Oberallgäu), dort den unverschuldeten Abgang einer Lawine schilderte. Er wurde von dieser erfasst und ca. 30 m mitgerissen und teilverschüttet. Er konnte jedoch unverletzt von seinem Begleiter geborgen werden. Eine Mitteilung bei der ILS, Polizei oder Bergwacht erfolgte nicht.

Nach telefonischem Kontakt konnte eine Verschüttung weiterer Personen ausgeschlossen und der Sucheinsatz beendet werden. Es waren 73 Mann der Bergwacht, ein Rettungshubschrauber und 12 Beamte der Alpinen Einsatzgruppe, sowie 2 Beamte der PI Sonthofen im Einsatz.“

Ein 53-jähriger Mann wurde in Ramsau von einer großen Lawine erfasst und verlor das Bewusstsein. Er hatte dennoch Glück im Unglück. 

Eine Lawine zerstörte im Januar 2019 das Hotel Hubertus in Balderschwang (Allgäu). In der tz spricht der Chef über das Unglück - und den Neustart.

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