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Werner Wieneke umarmt seine Schwester Karola Balk, Peter Reiser (l.) und Dieter Vorbach hatten ihn chauffiert

Emotionale Reise durch Deutschland

Ehrenamtliche erfüllen Schwerkrankem größten Wunsch - besonderer Grund führt in nach NRW

Ein Mann aus Bad Reichenhall konnte im vergangenen Jahr nicht an der Beerdigung seines Vaters teilnehmen. Das BRK ermöglichte ihm nun die Fahrt ans Grab.

Bad Reichenhall - Noch einmal seine Schwester treffen und das Grab seines Vaters besuchen. Diese Wünsche hören sich für die meisten Menschen selbstverständlich an. Doch für Werner Wieneke (61) aus Bad Reichenhall ist das eigentlich ein unerfüllbarer Herzenswunsch, da er an einer schweren Krankheit leidet. Hilfe kommt nun aber dank des Hospizmobils des Bayerischen Roten Kreuzes.

Vor ein paar Tagen ermöglichte das ehrenamtliche Team rund um Kreisbereitschaftsleiter Florian Halter dem an Multi-System-Atrophie (MSA) erkrankten 61-jährigen Mann aus Bad Reichenhall eine besondere Familien-Zusammenkunft in Lippstadt in Nordrhein-Westfalen.

Bad Reichenhall: BRK ermöglicht vier-tägige Fahrt nach Lippstadt

Werner wollte noch einmal seine dort lebenden Geschwister treffen, da seine Schwester Karola ebenfalls schwer erkrankt ist – an Krebs. „Außerdem war es ihm aufgrund seiner Erkrankung leider auch nicht möglich, im vorigen Jahr bei der Beerdigung seines Vaters anwesend zu sein, und er wollte in aller Ruhe dessen Grab auf dem Friedhof besuchen“, berichtet Halter. Peter Reiser und Dieter Vorbach brachten den Patienten zusammen mit seiner Ehefrau Dorina am vergangenen Dienstag mit dem Hospizmobil ins knapp 720 Kilometer entfernte Lippstadt.

Dort verbrachte die Gruppe schöne, lustige aber auch äußerst emotionale Tage. „Ein großes Dankeschön an unsere BRK-Helfer Dieter und Peter, die sich für die Reise vier Tage am Stück Zeit genommen haben; Danke auch an alle Spender, die es ermöglichen, dass das Rote Kreuz den Dienst für alle Betroffenen kostenfrei anbieten kann“, lobt Halter.

Bad Reichenhall: Herzenswunsch Hospizmobil gibt es seit 2018

Die MSA ist eine voranschreitende nicht heilbare Zerstörung des Nervensystems. Symptome sind niedriger Blutdruck, Harnverhalt, Verstopfung, fehlende Koordination der Muskelbewegungen, Muskelstarre und eine mangelnde Stabilität der aufrechten Körperhaltung. Die MSA betrifft etwa doppelt so viele Männer wie Frauen. Das durchschnittliche Erkrankungsalter ist 53 Jahre; nach Auftreten der ersten Symptome leben die Patienten noch etwa neun bis zehn Jahre.

Das Herzenswunsch Hospizmobil wurde 2018 von den BRK-Bereitschaften ins Leben gerufen und schließt mit mittlerweile 15 Fahrten eine Lücke in der Versorgung von schwer und oft unheilbar kranken Menschen. Das gemeinnützige Projekt ist eng mit dem Netzwerk Hospiz und den Palliativ-Medizinern und -Pflegern in der Region vernetzt, Projekt-Arzt ist der Leiter der Palliativstation in der Kreisklinik Bad Reichenhall, Dr. Christian Stöberl.

Kürzlich wurde bekannt, dass es offenbar eine Datenpanne beim Blutspendedienst des BRK gegeben hat. Im Landkreis Rosenheim war das BRK im Sommer 2019 zum Opfer einer Sabotage-Aktion geworden.

Video: Unbekannte sabotieren Rettungswagen in Rosenheim - Spendenaufruf für Rotes Kreuz

Markus Leitner

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