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Traumhafte Kulisse: Der Kochelsee ist neben seiner reizvollen Lage für das kalte Wasser bekannt.

Kochelsee

Abkühlung gefällig? Im kalten Wasser des Kochelsees (Kreis Bad Tölz-Wolfratshausen) finden auch die heißesten Gemüter Erfrischung.

Lage: Er ist ein Ziel für heiße Sommertage: Der Kochelsee am Fuß von Jochberg und Herzogstand (Kreis Bad Tölz-Wolfratshausen) liegt direkt am Alpenrand. Bekannt für sein kaltes, klares Wasser ist der 95 Hektar große See ein beliebtes Ausflugsziel.

Anfahrt: Von München kommend ist der Kochelsee über die A 95 erreichbar. Von der Ausfahrt Kochel geht es auf der Bundesstraße 11 über Schlehdorf nach Kochel.

Mit dem Zug: Die Kochelseebahn fährt vom Münchner Hauptbahnhof über Tutzing nach Kochel. Bei den meisten Verbindungen muss man in Tutzing umsteigen.

Mit dem Bus: Mit dem öffentlichen Verkehrsbus der Regionalverbindung Oberbayern (RVO) ab Kochel am See, Bad Tölz, Murnau, Garmisch-Partenkirchen, Klais und Mittenwald.

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Geschichte: Der Kochelsee entstand während der letzten Eiszeit durch Ausschürfung des Loisach-Isar-Gletschers. Das Seebecken war ursprünglich 200 Meter tief und reichte bis nach Penzberg.  Die ersten Siedler ließen sich an einem Felskegel am Seeufer nieder. Daher hat der See seinen Namen: Das lateinische Wort cocula heißt übersetzt "Kopf" oder "Kegel". Um den Kochelsee haben sich später auch Künstler des "Blauen Reiter" niedergelassen.

Beschreibung: Am Kochelsee liegen die beiden Gemeinden Schlehdorf und Kochel am See. Optisch interessant ist der scharfe Kontrast zwischen dem südlichen Teil des Sees, der von schroffen Berghängen umgeben ist, und dem nördlichen Bereich, der im flachen Voralpenland liegt. Dort wird der See von den Loisach-Kochelsee-Mooren begrenzt.

Sein kaltes, klares Wasser verdankt der See dem Walchenseekraftwerk am Fuß des Kesselbergs, durch das beständig kaltes Wasser vom 200 Meter höher gelegenen Walchensee in den Kochelsee fließt. Deshalb knackt der See auch nach längeren Schönwetterperioden die 20-Grad-Marke nur selten. Wer sich davon nicht den Sprung ins kühle Nass verderben lassen will, findet mehrere schöne Badeplätze mit Liegewiesen, zum Beispiel an der Loisachmündung bei Schledorf oder zwischen Kochel und Altjoch direkt am Kesselberg. Es gilt: Im Norden findet man den flachen Einstieg in den See, am Südufer ist es dagegen steiler.

Wem das Seewasser zu kalt ist, der findet im Freizeitbad "Trimini am Kochelsee" eine deutlich wärmere Alternative. Zwei Wasserrutschen - davon eine Sommerrutsche, die auf 160 Metern über die Liegewiese am Hang führt -, ein direkter Zugang zum See mit FKK-Bereich und konstant 28 Grad lassen keine Wünsche offen. Außerdem bietet die Liegewiese des Freibades den wohl besten Ausblick auf das Alpenpanorama. Wassersportler haben am Kochelsee allerdings schlechte Karten: Fürs Surfen und Segeln sind die Windbedingungen nicht ideal. Angler kommen dagegen auf ihre Kosten: Das sauerstoffreiche Wasser des Kochelsees ist Heimat verschiedener Fischarten wie Renke, Hecht, Karpfen, Barsch oder Aal. Tauchen ist übrigens ebenfalls erlaubt.

Aber auch über Wasser gibt es mehrere Arten der Fortbewegung: Man kann Ruder-, Tret- und Elektroboote ausleihen. Zusätzlich werden kombinierte Boots-Wander-Touren und abendliche Rundfahren angeboten. Wer sich vom Wasser ganz fernhalten möchte, kann sich auf einem der zahlreichen Wander- und Spazierwege auf Erkundungstour begeben. In den Moorlandschaften am Nordufer des Sees gibt es verschiedene, teils seltene Tiere und Pflanzen zu sehen.

Besonderheiten: Für Kulturfans lohnt der Gang ins neu gebaute Franz-Marc-Museum  über dem See. Am benachbarten Walchensee werden vor allem die kleinen Badegäste fündig: Hier steht der Nachbau des Wikingerdorf Flake aus dem Film "Wickie und die starken Männer" und ist - sofern es nicht gerade für Dreharbeiten genutzt wird - kostenlos für Besucher geöffnet.

Camping: Wer am Kochelsee übernachten möchte, dem stehen unter anderem zwei Campingplätze zur Verfüng. Der Campingplatz Kesselberg hat 100 Stellplätze, einen eigenen Strand und eine Wirtschaft mit Biergarten. Der Campingplatz Renken ist auch mit dem Boot erreichbar, hat 70 Plätze und ein Kiosk.

Essen & Trinken: Neben der Bewirtung im Freizeitbad haben die Besucher die Wahl zwischen verschiedenen Gaststätten, Restaurants und Hotels in Schlehdorf und Kochel. Die Campingplätze Kesselberg (eigene Gastwirtschaft) und Renken (Kiosk) bieten ebenfalls Bewirtung an.

Alle Infos auf einen Blick:

- Breite: ca. 3,5 km

- Länge: ca. 3,5 km

- Fläche: 595 Hektar

- Tiefe: bis zu 66 m

- Freizeitbad "Trimini am Kochelsee"

- zwei Campingplätze

- Rasen-Liegefläche

- Parkplätze (teils kostenpflichtig)

- Bootsverleih und Rundfahrten

Benachbarte Seen:

- Walchensee

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