Prozess in Nürnberg

Bäckerei-Überfälle: Angeklagter schweigt

Nürnberg - Mit Schreckschusspistole und Pfefferspray soll ein 48 Jahre alter Nürnberger eine ganze Reihe von Bäckereien in Franken überfallen haben. Vor Gericht schweigt der Angeklagte.

Seit Freitag muss er sich deshalb wegen schwerer räuberischer Erpressung vor dem Landgericht Nürnberg-Fürth verantworten. Der wegen Betruges vorbestrafte Angeklagte machte selbst zunächst keine Angaben, hatte die Vorwürfe bislang aber stets bestritten. Allerdings fanden sich den Ermittlungen zufolge Fingerabdrücke von ihm auf einem Plastiktüten-Henkel, der bei einem der Überfälle zurückgeblieben war.

Die Überfälle liefen immer nach dem gleichen Schema ab: Der in Winterkleidung gemummte Täter betrat eine Bäckerei, in der die Verkäuferin alleine war, und forderte sie mit vorgehaltener Waffe auf, das Geld aus der Kasse in eine Plastiktüte zu packen. Oft zählte er herunter, bevor er ruhigen Schrittes wieder verschwand. Bei den Raubzügen zwischen November 2012 und Januar 2013 erbeutete der Serientäter gut 4000 Euro. Der nun angeklagte Finanzfachwirt geriet aufgrund seines Waffenkaufes schnell ins Visier der Ermittler. Das Urteil in dem Indizienprozess soll Mitte Oktober fallen.

dpa

Rubriklistenbild: © picture alliance / dpa

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