Baggerschaufel fällt vom Tieflader auf die A8

München - Gerade nochmal Glück gehabt hat der Fahrer eines Autos mit Wohnanhänger auf der A 8: Plötzlich landete direkt vor seinem Fahrzeug eine Baggerschaufel, die von einem Tieflader gefallen war. Nur durch eine Notbremse konnte er Schlimmeres verhindern.

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Schneechaos auf Bayerns Straßen

Mitten im starken Weihnachtsreiseverkehr war der Autofahrer am Samstag zusammen mit seiner Familie in Richtung Österreich unterwegs. Bei widrigen Witterungsverhältnissen schlängelte sich die Urlauberlawine mit rund 70 Stundenkilometern ins benachbarte Ausland.

Kurz vor der Ausfahrt Grabenstätt war ein Tieflader mit einer zulässigen Gesamtmasse von 40 Tonnen vor dem Wohnwagengespann. Der Transporter war mit einem Radbagger und zwei zusätzlichen Baggerschaufeln beladen. Als das Gespann gegen 17.20 Uhr bei bereits eingetretener Dunkelheit über die Achenbrücke fuhr, löste sich plötzlich ein Zurrgurt der Ladungssicherung. Eine der Baggerschaufeln mit einem Gewicht von rund 250 Kilo machte sich selbstständig und fiel vom Tieflader. Rund einen halben Meter neben der rechten Fahrbahn landete die Schaufel auf dem asphaltierten Seitenstreifen. Dort riss die schwere Schaufel ein großes Loch in den Asphalt.

Der Autofahrer reagierte sofort mit einer Notbremsung und einem Ausweichmanöver nach links. Nur so konnte er einen Zusammenprall verhindern. Der Fahrer eines Schneeräumfahrzeuges der Autobahnmeisterei Siegsdorf erkannte die Gefahr und reagiert sofort: Mit dem Schneepflug schob er die Baggerschaufel an den rechten Fahrbahnrand und sicherte die Unfallstelle ab, bis ein weiteres Fahrzeug der Autobahnmeisterei dann die Schaufel barg und wegtransportierte.

Die A8 war kurzzeitig gesperrt, konnte aber gleich wieder für den Urlauberverkehr freigegeben werden. Die Verkehrspolizei Siegsdorf machte den Schadensverursacher schnell ausfindig. Erst als die Beamten anhand der mitgeführten Frachtpapiere auf das Fehlen der Baggerschaufel und der unzulaenglichen Ladungssicherung aufmerksam machten, räumte der 58-jährige Lkw-Fahrer sein Fehlverhalten ein. Nach Erstatten einer Strafanzeige wegen gefährlichen Eingriffes in den Straßenverkehr und Verkehrsunfallflucht konnte der Mann seine Fahrt fortsetzen.

mm

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