Messerstecher von Grafing: Das Urteil ist gefallen

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Soll nicht mehr durch Bahn-Baustellen ausgebremst werden: Meridian-Züge am Münchner Hauptbahnhof.

Ausflügler und Pendler können aufatmen

Bahn ändert Baustellenplanung: Freie Fahrt für den Meridian

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Erleichterung für Ausflügler und Pendler: Eine ab dem kommenden Wochenende geplante Großbaustelle auf der Strecke München–Salzburg wird erheblich kleiner ausfallen. Die Deutsche Bahn hat auf Klagen eines Regionalzug-Betreibers reagiert.

München – Wer diese Woche von München nach Salzburg mit dem Zug fahren wollte, hatte Pech. In Rosenheim war Endstation, man musste in den Bus umsteigen. Der fuhr nach Prien – dort wartete wieder der Meridian-Zug. Grund war eine Großbaustelle von DB Netz – zwischen Rosenheim und Prien ging nichts mehr. Weil sich seit über einem Jahr die Baustellen häufen, hatte sich Meridian bei DB Netz beschwert (wir berichteten). Die Pünktlichkeit war massiv eingebrochen, das Unternehmen musste Konventionalstrafen zahlen. Hinzu kam, dass sich Meridian benachteiligt sah: DB Fern- und Güterzüge seien sehr wohl an den Baustellen durchgelassen worden, klagte Meridian.

Auch bei der vorerst letzten Baustelle war das so. In Zukunft aber wird sich das ändern: Für eine neue Baustelle, die am kommenden Sonntag (23. Juli) eingerichtet wird, hat sich DB Netz auf eine Kompromisslösung eingelassen. Der Baustellenumfang werde reduziert, bestätigte DB-Sprecher Michael-Ernst Schmidt.

Statt elf wird die Baustelle, die bis 14. August andauert, nur sieben Kilometer lang. „Dadurch wird eine Überleitungsweiche befahrbar, sodass die Strecke eingleisig betrieben werden kann.“ Ursprünglich wollte die DB die Strecke komplett für Regionalzüge sperren, um in Ruhe Schienen und die Oberleitung auszutauschen. Jetzt gibt es nur Gleisarbeiten, die Oberleitung ist später dran.

Schmidt betonte zudem, dass sich die Baustellen nun „gleichermaßen“ auf Regional-, Fern- und Güterzüge auswirken. Beim Meridian begrüßt man dies: „Wir sehen, dass sich DB Netz bewegt“, erklärt Sprecher Christopher Raabe. Es gebe Anlass zur Hoffnung, dass dies auch bei künftigen Baustellen der Fall sein werde.

von Dirk Walter

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