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Bahn-Chef setzt bei Franken-Sachsen-Express auf Dialog

Nürnberg - Bahnchef Rüdiger Grube will im Streit um den Franken-Sachsen-Express zwischen Nürnberg und Dresden das Gespräch mit den beiden betroffenen Bundesländern suchen.

„Wie immer im Leben, wo es Herausforderungen gibt, setzt man sich einen Tisch - und ich bin zuversichtlich, dass wir das noch in den kommenden Wochen machen werden“, sagte Grube der Nachrichtenagentur dpa am Montag in Nürnberg. Er sei zuversichtlich, dass man zu einer Lösung finden werde. „Denn wo eine Wille ist, ist auch ein Weg, und wenn wir gemeinsam das Projekt vorantreiben wollen, finden wir auch einen Weg“, sagte Grube.

Die Deutsche Bahn hatte angekündigt, im kommenden Jahr den Franken-Sachsen-Express aus Kostengründen einzustellen und damit oberfränkische Kommunalpolitiker auf den Plan gerufen. Sie geben zu bedenken, dass in diesem Fall Oberfranken nur noch mit einem alle zwei Stunden verkehrenden Regionalexpress mit Nürnberg verbunden wäre. Die Bundesländer sehen beim Franken-Sachsen-Express die DB in der Pflicht.

Grube setzt dagegen auf ein Engagement von Sachsen und Bayern, wie er in der Vorwoche in einem Brief an Bundesinnenminister Hans-Peter Friedrich (CSU) deutlich gemacht hatte. Die beiden Länder müssten sich jetzt auf ein gemeinsames Rettungskonzept einigen und die Kosten dafür übernehmen, hatte er betont. Die Deutsche Bahn sei wegen der Defizite von 2013 an nicht mehr bereit, den zwischen Nürnberg und Dresden verkehrenden Interregio einzusetzen. Dieser sorgt zusammen mit dem Regionalexpress' derzeit noch für einen Ein-Stunden-Takt auf der Strecke von und nach Oberfranken.

dpa

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