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Eine halbe Milliarde Euro investiert die Deutsche Bahn in neue Züge für Bayern.

Für halbe Milliarde Euro

Bahn kauft neue Regionalzüge für Bayern

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München – Die Deutsche Bahn will ihren Fahrzeugpark erneuern. „Wir werden in Bayern eine halbe Milliarde Euro in neue Regionalzüge investieren“, sagte der Vorstandschef der Deutschen Bahn, Rüdiger Grube, im Interview mit dem "Münchner Merkur" (Freitag).

Für die vier Regionalnetze München-Garmisch (Werdenfels), Allgäu, Main-Spessart sowie die Regionalexpress-Verbindung München-Nürnberg sei der Kauf von insgesamt 70 Zügen fest vereinbart. So wurden im Allgäu und auf der Strecke Frankfurt-Würzburg 30 Doppelstock-Triebzüge vom Hersteller Bombardier geordert. Weitere zehn Züge von Bombardier bekommt das Werdenfels, sie ergänzen die bis jetzt gelieferten 27 Züge. Neue Wege geht die Bahn im Allgäu sowie auf der Linie München-Nürnberg: Erstmals erhielten hier der tschechische Hersteller Skoda und der polnische Konzern Pesa Aufträge.

Allerdings hadert die Bahn mit Lieferproblemen, vor allem im Fernverkehr: Siemens hat bis jetzt neun von 17 Züge des Typs ICE 3 nicht geliefert, obwohl das schon für 2009 zugesagt war. Die Nachfolgegeneration mit dem Arbeitstitel ICx ist erst im Test. „Früher haben wir erst im Betrieb erprobt – nach dem Motto: Die grüne Banane reift gemeinsam mit den Kunden“, sagte Grube. „Das machen wir jetzt anders.“ Zusagen kann Grube Verbesserungen beim kostenfreien drahtlosen Internet WLAN. Mitte 2016 soll es im ICE in der 2. Klasse verfügbar sein, in der 1. Klasse schon früher. Das sei auch nötig, um die Fernbus-Konkurrenz in Schach zu halten. 2014 rechnet die Bahn wegen der Busse mit weiteren Verlusten. Grube beklagte, dass die Fernbusse von der Maut befreit sind und die Lkw-Maut gesenkt wird. „Die Rahmenbedingungen stimmen nicht. Das ist Wettbewerbsverzerrung.“

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dw

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