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Wenn’s in der Werdenfelsbahn mal wieder eng wird, könnte eine Sitzplatzreservierung hilfreich sein.

Auch in Werdenfelsbahn möglich

Bahn wirbt für Sitzplatz-Reservierung im Regionalzug

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Die Bahn will es Pendlern im Regionalverkehr erleichtern, einen Sitzplatz zu ergattern und hat dafür eine Reservierungsmöglichkeit eingeführt. Das Angebot gilt auch für die Werdenfelsbahn, ist aber noch kaum bekannt.

München – Bereits seit über einem Jahr gibt es – wenig bekannt – die Möglichkeit, auf einigen Regionalstrecken einen Sitzplatz zu reservieren. Bei der Werdenfelsbahn ist das sowohl Pendlern als auch Gelegenheitsfahrern möglich.

Im vergangenen Jahr lief auf der Garmischer Strecke jedoch nur die sogenannte Einzelplatzreservierung gut an, berichtete Patrick Pönisch, Marketing-Leiter bei DB Regio Bayern. Insgesamt 2100 Sitze wurden reserviert, meist von Kleingruppen, die bei einem Ausflug mit dem Bayernticket fahren und zusammensitzen wollen. Pro Sitz und Fahrt kostet das ein Euro. Stammkunden haben auf das Angebot zum Erstaunen der Bahnmanager jedoch bisher kaum zugegriffen. Gerade einmal 100 Abo-Kunden mit Dauersitzplatz-Reservierung gibt es bisher – in ganz Bayern. 40 sind es im München-Nürnberg-Express, 20 auf der Werdenfelsstrecke. Dabei ist die Reservierung relativ unkompliziert. Online kann man über www.mein-sitzplatz-regio.de gezielt einen Sitzplatz aussuchen. Auch am Automaten oder im Reisezentrum ist die Buchung möglich. „Eine dauerhafte Sitzplatzreservierung für ein Jahresabo kostet 40 Euro“, erklärt die Bahn.

Reservierung auch in diesen Express-Zügen möglich

Möglich ist die Reservierung auch im Fugger-Express München–Augsburg, im Donau-Isar-Express München– Passau, im München-Nürnberg-Express sowie seit heute auch in der Nürnberger S-Bahn, die auf weiten Strecken eher einer Regionalbahn gleicht. Dass die Reservierung auch auf die Münchner S-Bahn ausgeweitet wird, ist unwahrscheinlich.

Die Reservierungen sind ein Baustein, mit dem die Bahn ihr Image verbessern will. Nach wie vor ist die Pünktlichkeit der Regionalzüge nicht optimal, räumte der Chef von DB Regio Bayern, Hansrüdiger Fritz, bei einem Pressegespräch in München ein. Auch 2017 war nahezu jeder zehnte Zug zu spät. DB Regio Bayern kam statistisch gesehen auf 92,33 Prozent Pünktlichkeit und hat sich damit im Vergleich zu 2016 leicht verschlechtert. Als pünktlich gilt ein Zug, wenn er nicht mehr als 5:59 Minuten zu spät kommt. „Mehr Pünktlichkeit hinzubekommen, ist harte Arbeit“, sagte Fritz. Baustellen und viele Störfälle wie ausfallende Signale oder Stellwerke sind ein steter Hemmschuh.

Seit September hat die Bahn in Bayern extra vier Pünktlichkeitsmanager eingestellt (in München, Augsburg, Nürnberg und Hof). „Ihre Aufgabe ist es ausschließlich, Auswertungen zu machen und Verbesserungen vorzuschlagen“, sagte Fritz.

Eine kleine Maßnahme wurde schon umgesetzt: Beim Fugger-Express München– Augsburg wurde jetzt auf Wende-Lokführer umgestellt. Das sind Lokführer, die im Münchner Hauptbahnhof am Ende des Gleises warten, bis der Zug eintrifft und ihn dann sofort übernehmen. So ist pünktliche Abfahrt garantiert. 

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