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Sanierungsfall: die Paul-Heyse-Unterführung.

"Gravierende Schäden"

175 Bahnbrücken in Bayern völlig kaputt

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München - Täglich fahren hunderte Züge über die Brücken in Bayern. Doch anstatt top in Schuss zu sein, sind viele unrettbar kaputt. Das ergab eine Anfrage des Grünen-Fraktionschefs Hofreiter.

175 Bahnbrücken in Bayern sind in der Kategorie vier eingestuft – das bedeutet „gravierende Schäden, wirtschaftliche Instandsetzung nicht mehr möglich“. Das ergab eine Kleine Anfrage des Grünen-Fraktionschefs Toni Hofreiter an die Bundesregierung. Ein Brennpunkt ist Oberbayern, wo praktisch alle wichtigen Schienenäste betroffen sind. Gleich sieben der Neubau-bedürftigen Brücken liegen an der Strecke München-Garmisch-Partenkirchen: Die Brücke in München-Pasing über der Bodenseestraße ist ebenso in der Kategorie vier wie weiter südlich die Brücke über den kleinen Starzenbach bei Pöcking.

Auch in Weilheim gibt es eine marode Brücke. An der Strecke Rosenheim-Salzburg ist zum Beispiel die Brücke über den Moosbach bei Bernau als unrettbar kaputt eingestuft, an der Strecke Rosenheim-Kiefersfelden die Brücke an der Innstraße in Oberaudorf. Weitere kaputte Bauwerke liegen an der Bahnstrecke München-Mühldorf (Brücke über die Isen bei Dorfen) – die Strecke ist ohnehin ein Sanierungsfall.

In München ist unter anderem die 1902 bis 1908 erbaute Paul-Heyse-Unterführung in Kategorie vier eingestuft – ein heikler Fall, schließlich führt über die Unterführung das gesamte Gleisvorfeld des Hauptbahnhofs. Doch die Bahn betont, dass die Brücke (noch) nicht abgerissen werden muss. Durch andauernde Reparaturen lasse sich der Erhalt der Unterführung „um 25 Jahre“ verlängern. So seien 2013 die Mittelstützen mit einem Korrosionsschutz versehen worden. 2014 und 2015 würden Fugen abgedichtet.  

dw

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