Achtung, Pendler: Störung bei S7 und Stau auf der Stammstrecke

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Bahnstreik trifft Zehntausende in Bayern

München/Nürnberg - Verdrossene Pendler, verärgerte Reisende, ratlose Bahn-Mitarbeiter - mit ihrem Streik haben am Donnerstag Lokführer in Bayern die Bahn erneut aus dem Takt gebracht.

Die Faschingsferien haben die Folgen etwas abgemildert - dennoch waren erneut Zehntausende von Bahnkunden in Bayern betroffen: Vor allem den S-Bahnverkehr traf der Streik schwer. Aber auch auf einigen Regionalstrecken kam es zu Störungen. Zu dem Streik am Donnerstag hatte die Gewerkschaft der Lokführer (GDL) aufgerufen.

Auch einige Regionalzüge waren betroffen, während sich die Folgen im Fernverkehr in Grenzen hielten, hieß es in einer ersten Streikbilanz der Deutschen Bahn (DB). Da die Lokführergewerkschaft GDL auch zum Streik im Güterverkehr aufgerufen hatte, blieben auch etliche zur Abfahrt bereitgestellte Güterzüge in den Rangierbahnhöfen stehen.

Auch nach dem Ende des sechsstündigen Streiks dauerte es bis in die Nachmittagsstunden, bis die S-Bahnen in den beiden größten bayerischen Städten wieder planmäßig fuhren, berichtete die Bahn.

Bei der S-Bahn in München waren nach Bahn-Angaben rund zwei Drittel aller Züge ausgefallen. Die Folge: Auf den Münchner Außenstrecken gab es nur noch stündliche Verbindungen. Der Münchner Flughafen war während des von 4 bis 10 Uhr dauernden Streiks nur noch mit der S-Bahnlinie 8 erreichbar. In Nürnberg lief auf der Strecke nach Neumarkt am Morgen stundenlang nichts.

Auch auf vier Regionalbahnstrecken in Oberfranken, Mittelfranken und dem Allgäu fiel der Verkehr komplett aus, weil die Deutsche Bahn ihre Fahrer auf anderen Strecken einsetzte. Es fuhren Busse. In den Bahnhöfen München, Nürnberg und Augsburg verteilten Bahnmitarbeiter an wartende Reisende Kaffee und Verzehrgutscheine.

Fahrgäste, die aufgrund von streikbedingten Zugausfällen ihre Reise nicht antreten konnten, bot die DB außerdem an, das Fahrgeld zu erstatten. Alternativ konnten Regionalreisende, die von Zugausfällen betroffen waren, auch auf Fernzüge umsteigen. Bei Sparpreisen wurde die Zugbindung aufgehoben. Die GDL will einheitliche Tarifbedingungen für die etwa 20 000 Lokführer bei der DB und für weitere rund 6000 Lokführer bei der DB-Konkurrenz durchsetzen. Zu diesem Zweck hatte die GDL am Mittwochabend zunächst den Güterverkehr bestreikt und den Ausstand dann auf den Personenverkehr in Deutschland ausgeweitet. Bei einer Urabstimmung der Gewerkschaft hatte sich eine große Mehrheit der Mitglieder schließlich für unbefristete Streiks ausgesprochen.

dpa

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