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Der Musiker Christoph Well ("Stofferl") spielt am Sonntag in Straubing vor der Preisverleihung des Dialektpreises "Bairische Sprachwurzel" mit einer Trompete vor einer Blaskapelle.

Sie lieben und Leben Dialekt

"Bairische Sprachwurzel" für die Brüder Well

Straubing - Nach den "Wellküren" sind auch deren Brüder Michael, Christoph ("Stofferl") und Karli Well Träger der "Bairischen Sprachwurzel". Sie lieben und Leben Dialekt.

Die drei Musiker und deren Kinder Maria, Matthias und Maresa („NouWell Cousines“) erhielten die nicht mit einem Geldbetrag verbundene Auszeichnung am Sonntag beim Gäubodenvolksfest in Straubing für ihr unerschütterliches Festhalten am Dialekt. Der Name Well sei im deutschsprachigen Raum Garant für den Gebrauch des Dialekts, sagte der Vorsitzende des „Bundes Bairische Sprache“, Sepp Obermeier, beim Überreichen der Glasskulptur. Die Well-Brüder ließen sich nicht in ein bayerntümelndes Folklore-Eck stellen.

Der Direktor des Instituts für Deutsche Sprache in Mannheim, Prof. Ludwig M. Eichinger, sieht den Dialekt als moderne Alltagssprache auf Augenhöhe mit der Standardsprache. „Dialekt spricht man, wenn überhaupt, dann im Gegensatz zu früher bewusst, weil man etwas damit verbindet“, sagte Eichinger in seiner Laudatio. „Man kann damit verbinden, was die Ausgezeichneten in ihrem künstlerischen Wirken demonstrieren: Weltoffenheit, Liberalität, Originalität, frech-subversives Infragestellen von Autoritäten und Gewohnheiten.“

"Bairische Sprachwurzel" bekam schon der frühere Papst Benedikt XVI.

Bisherige Preisträger sind unter anderem der emeritierte Papst Benedikt XVI., die Kabarettistin Luise Kinseher und Regisseur Markus H. Rosenmüller. Die „Well-Brüder aus'm Biermoos“ formierten sich nach der Auflösung der „Biermösl-Blosn“ 2012. Die drei Schwestern, die „Wellküren“, treten schon seit 1986 gemeinsam auf.

dpa

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