Balkonsturz: Angeklagter im Gericht verhaftet

Neu-Ulm - Prozess um den tödlichen Balkonsturz einer Frau in Neu-Ulm ist der angeklagte ehemalige Lebensgefährte wegen Fluchtgefahr verhaftet worden. Wie er sich der Schuld entziehen wollte:

Das Landgericht Memmingen habe in der Verhandlung am Donnerstag Haftbefehl erlassen, bestätigte ein Gerichtssprecher am Freitag einen Bericht der “Augsburger Allgemeine“. Der 33-jährige Angeklagte muss sich seit dem 17. November wegen Aussetzung mit Todesfolge vor Gericht verantworten. Ein Urteil wird für diesen Montag (20. Dezember) erwartet.

Angeklagter gab an, sich nicht erinnern zu können

Dem 33-Jährigen wird vorgeworfen, seiner damals 21-jährigen Freundin nicht geholfen zu haben, als diese im April 2005 vom Balkon der gemeinsamen Wohnung im vierten Stock stürzte. Sie hatte sich kurze Zeit am Geländer festhalten können. Doch dann verlor sie die Kraft und stürzte zwölf Meter in die Tiefe. Der Angeklagte gab im Prozess an, in jener Nacht viel Alkohol getrunken zu haben und sich an die entscheidende Zeit nicht erinnern zu können. Gegen ihn war nach dem Sturz ermittelt worden. Als das Ermittlungsverfahren eingestellt wurde, hatte die Mutter des Opfers dagegen erfolgreich Einspruch erhoben.

dpa

Rubriklistenbild: © dpa (Symbolbild)

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