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Der angeklagte ehemalige Chefarzt im Gerichtssaal des Oberlandesgerichtes in Bamberg.

Weiter hohe Fluchtgefahr

Missbrauchs-Vorwürfe: Ex-Chefarzt bleibt in Haft

Bamberg - Er soll junge Frauen im Krankenhaus ruhiggestellt und sich an ihnen vergangen haben. Der 49-jährige Ex-Chefarzt bleibt weiter in Haft. Das Gericht sieht Fluchtgefahr.

Der wegen des Verdachts auf sexuellen Missbrauch angeklagte Ex-Chefarzt aus Bamberg muss in Untersuchungshaft bleiben. Das Landgericht lehnte einen Antrag des Mannes ab, den Haftbefehl außer Vollzug zu setzen. Wie ein Justizsprecher am Freitag mitteilte, sieht das Gericht immer noch Fluchtgefahr bei dem Angeklagten.

Die Staatsanwaltschaft wirft dem Mediziner Vergewaltigung, sexuelle Nötigung und gefährliche Körperverletzung vor. Er soll im Klinikum Bamberg Patientinnen ruhig gestellt und sich an ihnen vergangen haben.

Das Gericht sieht weiter einen dringenden Tatverdacht

Der Arzt bestreitet die Vorwürfe. Er habe aus rein medizinischen Gründen und nicht aus einer sexuellen Motivation heraus gehandelt, hatte er bislang stets erläutert. Der Prozess läuft bereits seit Anfang April, ein Ende ist noch nicht abzusehen.

Mildere Maßnahmen wie etwa Meldeauflagen bei der Polizei und eine Kaution seien nicht ausreichend, um mögliche Fluchtpläne zu verhindern, argumentierte das Landgericht nun in Sachen Haftbefehl. Zudem sieht das Gericht immer noch einen dringenden Tatverdacht gegen den Angeklagten - daran hätten seine bisherigen Ausführungen vor Gericht und auch die Beweisaufnahme nichts geändert.

dpa

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