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In Bamberg brennt eine Asylbewerberunterkunft.

Schwarze Rauchwolke über Bamberg

Großbrand verursacht enormen Schaden in Ankerzentrum für Asylbewerber - Zusammenhang zu Drohmails?

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Am Samstag gab es in einem sogenanntem Ankerzentrum für Asylbewerber in Bamberg ein Feuer. Nun ermittelt die Polizei, wieso der Brand ausbrach.

Nach Brand im Bamberger Ankerzentrum: Ursache weiter unklar

Update am 24. September, 14.45 Uhr:

Zwei Tage nach dem Feuer im sogenannten Ankerzentrum für Asylbewerber in Bamberg sind die Ermittlungen zur Brandursache am Montag fortgesetzt worden. Anhaltspunkte für eine politisch motivierte Tat gebe es weiterhin nicht, sagte ein Sprecher der Polizei Oberfranken am Montag.

Am Freitag hatte die Polizei München mitgeteilt, dass über 70 Behörden, Firmen, aber auch Privatpersonen Drohmails erhalten hatten. Darin wurden verschiedene Straftaten angekündigt, sollten die Angeschriebenen sich am Aufbau der Ankerzentren beteiligen.

Nach Brand im Bamberger Ankerzentrum: Polizei sucht nach der Ursache 

Update am 23. September, 10.30 Uhr: 

Nach dem Feuer im Bamberger Ankerzentrum ist die Brandursache weiter unklar. Die Ermittler wollen sich am Sonntag noch einmal ein Bild von der Brandstelle machen, wie ein Sprecher der Einsatzzentrale des Polizeipräsidiums Oberfranken erklärte. Der Dachstuhl eines Gebäudes der Wohneinrichtung für Flüchtlinge war am Samstag in Flammen geraten. Die Bewohner konnten sich noch in Sicherheit bringen, drei Feuerwehrleute wurden leicht verletzt. 

Das Feuer hat nach Schätzungen einen Schaden von zwei Millionen Euro verursacht. Laut Polizeiangaben vom Samstag gab es zunächst keine Hinweise, dass der Brand durch Einwirkung von außen entstanden ist.

Video: Großbrand im Bamberger Ankerzentrum

Anfang August waren in Bayern sieben Transitzentren oder Erstaufnahmeeinrichtungen in sogenannte Ankerzentren umgewandelt worden. Die Einrichtungen sollen nach Plänen des Bundesinnenministers Horst Seehofer (CSU) Asylverfahren von Migranten beschleunigen, die kein Bleiberecht haben. In der Bamberger Unterkunft leben laut Polizei aktuell rund 1400 Menschen.

Bilder: Großbrand in Ankerzentrum für Asylbewerber

Erstmeldung am Samstag: Bamberger Ankerzentrum evakuiert

Bamberg - In dem sogenannten Ankerzentrum für Flüchtlinge im bayerischen Bamberg ist am Samstag ein Großbrand ausgebrochen. Wie die Polizei mitteilte, gelang es jedoch, alle rund 500 Menschen, die sich in dem Gebäude aufhielten, rasch zu evakuieren. Verletzte oder gar Todesopfer habe es daher nicht gegeben.

Die Behörden wurden laut Polizei gegen Mittag zunächst durch einen vorbeifahrenden Autofahrer alarmiert. In dem Gebäude befanden sich zu diesem Zeitpunkt neben den dort untergebrachten Flüchtlingen auch das Sicherheitspersonal. Die Löscharbeiten dauerten am Nachmittag weiter an.

Der gesamte Dachstuhl stand zeitweise in Flammen. Die Polizei rief Anwohner auf, wegen der starken Rauchentwicklung Türen und Fenster geschlossen zu halten. Die Brandursache war demnach zunächst unbekannt.

Anfang August waren in Bayern sieben Transitzentren oder Erstaufnahmeeinrichtungen in sogenannte Ankerzentren umgewandelt worden. Die Einrichtungen sollen nach Plänen des Bundesinnenministers Horst Seehofer (CSU) Asylverfahren derjenigen Migranten beschleunigen, die kein Bleiberecht haben. „Anker" steht dabei für Ankunft, Entscheidung, Rückführung.

Asylbewerber sollen für die gesamte Dauer ihrer Antragsprüfung untergebracht werden. Eine Bündelung verschiedener für sie zuständiger Behörden soll die Verfahren beschleunigen, die zentrale Unterbringung in den Einrichtungen vor allem Abschiebungen erleichtern. Die meisten Bundesländer lehnen die Errichtung von Ankerzentren bislang ab.

An einem Bahnübergang in Niederbayern ist eine 42-Jährige in ihrem Auto von einem Zug erfasst und tödlich verletzt worden.

AFP/dpa

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