Hamburg ist Müllbundesland Nr. 1

Bamberg ist Bayerns Müllhochburg

Laut einer Studie produzieren die Bamberger bayernweit am meisten Restmüll. Doch die Stadt zweifelt die Zahlen an.

Karlsruhe - Das Vergleichsportal billiger.de hatte in 200 Kommunen Deutschlands aktuelle Zahlen erhoben. Danach wurde in der oberfränkischen Stadt im Jahr 2015 pro Einwohner durchschnittlich 318 Kilogramm nicht recyclebarer Hausmüll eingesammelt. Damit liegt Bamberg 61 Prozent über dem Bundesdurchschnitt von 197 Kilogramm. Besonders wenig Restmüll produzierten die Bürger im oberbayerischen Garmisch-Partenkirchen: Hier liegt der Wert für 2015 bei nur 98 Kilogramm pro Einwohner.

Die Stadtverwaltung zweifelt die Zahlen allerdings an. „Augenscheinlich wurde bei der Berechnung der Gewerbemüll mit eingerechnet“, teilte eine Rathaussprecherin mit. Sie berief sich auf Zahlen des Müllheizkraftwerks Bamberg. Teile man die Restmüllmenge des Hausmülls auf dieser Zahlengrundlage durch die Einwohner der Stadt, komme ein Wert „um die 160 Kilogramm pro Kopf heraus“.

Ein Sprecher von „billiger.de“ versicherte allerdings am Nachmittag, dass der Gewerbemüll nicht miteingerechnet worden sei. Nicht erfasst werden könne jedoch, ob das Kleinstgewerbe seinen Abfall über privaten Hausmüll entsorgte. Mit eingerechnet wurde laut dem Sprecher hingegen auch privater Sperrmüll.

Bundesländervergleich: Bayern steht gut da

Fasst man alle Hausmüllarten zusammen, die durch die öffentlich-rechtliche Müllentsorgung abgefahren werden, führt hingegen das unterfränkische Schweinfurt mit 678 Kilogramm die Liste der bayerischen Müllhochburgen an.

Im Vergleich aller Bundesländer kommt der Freistaat insgesamt gut weg: Nach Baden-Württemberg und Sachsen wurde dort durchschnittlich am drittwenigsten Restmüll eingesammelt. Der Stadtstaat Hamburg ist mit 279 Kilogramm deutschlandweiter Restmüll-Spitzenreiter.

dpa

Rubriklistenbild: © dpa

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