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Prozess um Machtkampf im Bamberger Rotlichtmilieu

Schwerwiegende Vorwürfe 

Bordell-Krieg in Bamberg: Haftstrafen für Angeklagte

Im Prozess um einen Machtkampf im Bamberger Rotlichtmilieu wurde der Hauptangeklagte zu einer Haftstrafe verurteilt. Auch sein Ex-Partner muss ins Gefängnis.

Update vom 18.07.2018

Für mehrere Brand- und Buttersäure-Anschläge auf ein Haus der Konkurrenz muss ein Bordellbesitzer aus Oberfranken für sechseinhalb Jahre ins Gefängnis. Das Landgericht Bamberg verurteilte den 55 Jahre alten Mann am Mittwoch unter anderem wegen schwerer Brandstiftung, fahrlässiger Körperverletzung und Sachbeschädigung.

Mitangeklagt waren sein ehemaliger Geschäftspartner sowie fünf weitere Mittäter. Sie haben laut Urteil zwischen September 2016 und Januar 2017 drei Anschläge auf ein anderes Bordell in Bamberg verübt. Außerdem warfen sie Molotowcocktails auf zwei Autos. Drahtzieher war dabei der 55-Jährige. Der hatte zuletzt vor Gericht behauptet, er habe nichts von den Anschlägen gewusst.

Der 26 Jahre alte Ex-Partner muss für drei Jahre und zehn Monate ins Gefängnis. Die übrigen Täter sind zu Strafen zwischen eineinhalb Jahren auf Bewährung und wegen noch nicht abgesessener Reststrafen zu fünf Jahren und neun Monaten Haft verurteilt worden.

Update vom 26.04.2018

Im Prozess um einen Machtkampf im Bamberger Rotlichtmilieu schweigt der Hauptangeklagte weiter. Er hat bislang lediglich Angaben zu seiner Person gemacht, nicht aber zu den Vorwürfen selbst. Auch in der Verhandlung am Donnerstag schwieg er. Das Verfahren läuft bereits seit Ende Februar, das Gericht hat inzwischen Termine bis Anfang Juli angesetzt.

Sieben Männer aus dem Raum Bamberg stehen vor dem Landgericht. Ihnen werden unter anderem schwere Brandstiftung, gefährliche Körperverletzung und Sachbeschädigung vorgeworfen. Ziel ihrer Taten soll es gewesen sein, ein konkurrierendes Bordell in der Domstadt auszuschalten. Unter anderem sollen die Männer einen Buttersäure-Anschlag auf das Konkurrenz-Unternehmen verübt haben. Die weiteren sechs Angeklagten sind weitgehend geständig.

Stand vom 09.03.2018 

Bamberg - Insgesamt stehen sieben Männer aus dem Raum Bamberg vor Gericht. Ihnen werden unter anderem schwere Brandstiftung, gefährliche Körperverletzung und Sachbeschädigung vorgeworfen. Ziel ihrer Taten soll es gewesen sein, ein konkurrierendes Bordell in der Domstadt auszuschalten.

Am Freitag wurde ein 26-Jähriger vernommen. Er gab an, er sei bei dem 55 Jahre alten Hauptangeklagten als Geschäftspartner in dessen Bordell eingestiegen. Anfangs seien die Geschäfte gut gelaufen - sie hätten fünf Zimmer an Prostituierte vermietet, für 500 Euro die Woche. Doch dann seien die Einnahmen zurückgegangen, da in einem anderen Betrieb die Bedingungen für die Frauen besser gewesen seien.

Er sei vom Hauptangeklagten angestiftet worden, auf dieses Bordell einen Buttersäure-Anschlag zu verüben. Er und Komplizen seien in das Gebäude eingedrungen, hätten stinkende Buttersäure verteilt und die Einrichtung demoliert. Zu einem mutmaßlichen Brandanschlag äußerte er sich am Freitag noch nicht. Der Hauptangeklagte hatte in dem Prozess bislang noch nichts zu den Vorwürfen gesagt.

dpa

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