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Der angeklagte Ex-Chefarzt im Gerichtssaal des Oberlandesgerichtes in Bamberg.

Nach Revision der Staatsanwaltschaft

Schwere Vergewaltigung: Urteil gegen Bamberger Ex-Chefarzt ist rechtskräftig

Der Mediziner aus Bamberg hatte zwölf Frauen betäubt und vergewaltigt - darunter auch Patientinnen. Nun ist das Urteil gegen den Ex-Chefarzt rechtskräftig geworden. 

Bamberg - Das Urteil gegen einen ehemaligen Chefarzt des Klinikums Bamberg wegen schwerer Vergewaltigung und weiterer Vergehen ist rechtskräftig. Der Mann war im Oktober 2016 vom Landgericht Bamberg zu sieben Jahren und neun Monaten Haft verurteilt worden. 

Er hatte erfolglos Revision beim Bundesgerichtshof eingelegt. Nun hat zudem die Staatsanwaltschaft Bamberg ihre Revision zurückgenommen, wie sie am Donnerstag mitteilte. Das Urteil ist damit rechtskräftig.

Gericht sah Vergewaltigungen als erwiesen an

Das Landgericht Bamberg sah es im Oktober 2016 als erwiesen an, dass der Mediziner zwischen 2008 und 2014 zwölf Frauen - darunter auch Patientinnen - betäubt und einige mit Gegenständen oder einem Finger vergewaltigt hatte. Zudem soll er die Patentochter seiner Frau heimlich gefilmt haben. 

Im Prozess hatte auch eines der Opfer die Vorwürfe gegen den Ex-Chefarzt bestätigt

Mann bestritt sexuelles Motiv

Der frühere Chefarzt hatte zugegeben, die Bilder und Videos gemacht zu haben, ein sexuelles Motiv aber bestritten: Er habe neue Behandlungsmethoden gegen Beckenvenenthrombosen erproben wollen.

Verurteilt wurde er wegen schwerer Vergewaltigung in sechs Fällen und schwerer sexueller Nötigung in fünf Fällen, zudem wegen schweren sexuellen Missbrauchs, gefährlicher Körperverletzung und Verletzung des höchstpersönlichen Lebensbereichs in mehreren Fällen. Das Gericht verhängte ein fünfjähriges Berufsverbot.

dpa

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