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Hier starb ein Mensch in der Bamberger Flüchtlingsunterkunft. 

Ein Mensch starb

Schlimme Vorwürfe nach Bamberger Todesdrama: Ignorierte der Wachdienst das Feuer?

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Es sind schwere Anschuldigungen über die der Bayerische Rundfunk berichtet: Ein syrischer Flüchtling wirft dem Wachdienst vor, nichts gegen den Brand getan zu haben. 

Bamberg - Nach dem Brand in einer Asylunterkunft ist die Identität der toten Person noch immer nicht geklärt, meldet nordbayern.de.  Es steht momentan nicht mal fest, ob der Mensch ein Mann oder eine Frau war. Bei dem Brand erlitten 15 Personen Rauchvergiftungen, sieben mussten sogar im Krankenhaus behandelt werden. In der gesamten Unterkunft, einem ehemaligen Gelände des US-Militärs, leben nach Angaben der Regierung von Oberfranken derzeit 1200 Menschen.

Mit Dolmetschern wurden die Flüchtlinge von Polizeiermittlern befragt, um die Ursache für das Feuer herauszufinden. Fest scheint zu stehen, dass der Brand in dem Zimmer ausbrach, in dem auch die tote Person gefunden wurde. Einen Hinweis auf einen Anschlag von außen gibt es nicht. „Wir gehen nach den jetzigen Erkenntnissen aber davon aus, dass die Ursache im Inneren der Wohnung zu suchen ist“, so ein Bamberger Polizeisprecher gegenüber der dpa. Die Untersuchungen könnten aber mehrere Tage in Anspruch nehmen.

Eine halbe Stunde lang passierte nichts

Schwere Vorwürfe erhebt indes ein syrischer Asylbewerber gegen den privaten Sicherheitsdienst. Gegenüber dem Bayerischen Rundfunk teilte die Polizei mit, dass der erste Notruf genau um 3 Uhr einging, laut dem Flüchtling sei aber bereits eine halbe Stunde vorher der automatische Alarm losgegangen. Zwar räumte er ein, dass es häufiger zum Feueralarm in der Unterkunft kommt, weil jemand in einem Gebäude rauche, aber hier wäre es anders gewesen. Er habe nach einer Viertelstunde im Treppenhaus nachgeschaut, weil er sich wunderte, dass der Alarm weiterhin schrillte. Dabei habe er den Rauch im Treppenhaus bemerkt und den Wachdienst informiert, dass es wirklich brenne. Reagiert habe aber dort niemand, keiner rief den Notruf. Erst ein syrischer Wachmann habe ihm später geglaubt und die Feuerwehr alarmiert. 

Aus Angst Baby vom Balkon geworfen 

Der Syrer macht dem Wachdienst weitere Vorwürfe. Durch das verspätete Handeln habe seine Schwester ihr Baby (5 Monate) und ihre Tochter (6 Jahre) in Todesangst auf Grund der starken Rauchentwicklung vom Balkon werfen müssen. Beide wurden unten von Männern mit einem Sprungtuch aufgefangen. 

Weder der Sicherheitsdienst noch die Regierung von Oberfranken wollten zunächst zu den Vorwürfen am Donnerstag Stellung nehmen. 

mag

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