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Die Stadt Bamberg wünscht sich einen neuen Standort für die JVA.

Bamberg will neuen JVA-Standort

Bamberg - Bamberg hat ein Gefängnis in bester Innenstadtlage. Doch damit sei der Raum verschenkt, argumentiert die Kommune und sähe die JVA lieber am Stadtrand. Doch für das Justizministerium sind andere Bauprojekte wichtiger.

Die Stadt Bamberg will das Gefängnis aus der Innenstadt verbannen und an den Stadtrand verlegen. Das Justizministerium in München nannte die Pläne zwar „wünschenswert“, machte aber wenig Hoffnung auf eine baldige Lösung. Andere Baumaßnahmen im Justizvollzug im Freistaat seien vorrangig, teilte ein Sprecher mit. Erst in rund 20 Jahren könne man eine neue Justizvollzugsanstalt (JVA) für Bamberg konkret in Angriff nehmen.

Derzeit leben die Inhaftierten inmitten des attraktiven Sandgebiets an der Regnitz gegenüber dem historischen Fischerquartier Klein-Venedig. Fände man einen neuen Standort für das Gefängnis, könne man die Räumlichkeiten im Zuge der Innenstadtentwicklung neu nutzen, argumentierte die Stadt. 210 Haftplätze hat das Gefängnis, in dem bereits seit dem 18. Jahrhunderte Straftäter eingesperrt sind.

Die Stadt hat der Staatsregierung auch bereits einen konkreten Vorschlag zur Verlagerung gemacht: In den kommenden Jahren werden die in Bamberg stationierten US-Truppen vollständig abziehen. Im Rahmen der Konversion des Militärgeländes könne man auch einen JVA-Neubau einplanen, hieß es.

Das Justizministerium verwies allerdings auf eine Prioritätenliste, nach der derzeit der Neubau der JVA Augsburg-Gablingen laufe. Daran anschließend sollen die Neubauvorhaben in Nürnberg, wo eine Frauenabteilung entstehen soll, in Ingolstadt und in Passau „schrittweise und in dieser Reihenfolge realisiert werden“. Parallel dazu solle auf dem Areal der Justizvollzugsanstalt Hof eine neue Jugendarrestanstalt mit 60 Arrestplätzen errichtet werden, ergänzte der Sprecher.

dpa

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