Banküberfall mit Spielzeugpistole: Fast fünf Jahre Haft

Nürnberg - Im Internet ließ er sich zum Überfall inspirieren, dann marschierte er mit einer Spielzeugpistole in eine Nürnberger Bank - erfolglos. Dafür verurteilte das Landgericht einen 26-Jährigen zu mehreren Jahren Gefängnis.

Zu fast fünf Jahren Haft ist am Montag in Nürnberg ein erfolgloser Bankräuber verurteilt worden. Der 26-Jährige hatte sich die Bank im Nürnberger Stadtzentrum per Internet für den Raubüberfall ausgesucht - und geriet an wehrhafte Mitarbeiter: Zunächst identifizierte der Kassierer seine Waffe als Spielzeugpistole. Als der Mann daraufhin flüchtete, überwältigte ihn ein anderer Mitarbeiter - der frühere Marineoffizier ist speziell im Nahkampf ausgebildet. Am Montag nun wurde der 26-Jährige vom Landgericht Nürnberg-Fürth wegen versuchter schwerer räuberischer Erpressung zu vier Jahren und neun Monaten Haft verurteilt.

Im Juli 2011 war der arbeitslose Täter extra aus dem Ausland nach Nürnberg gereist. Im Internet hatte er gelesen, dass dort besonders viele Banken überfallen werden - er hoffte auf leichtes Geld für sich und seine kranke Mutter.

Doch es kam anders: Als er den Kassierer bedrohte, erkannte der ehemalige Geldbote die Pistole anhand des klickenden Geräusches beim Durchladen als Plastikwaffe. Der 56-Jährige verweigerte dem Räuber daraufhin das Geld, weshalb dieser ohne Beute flüchtete. Doch er kam nicht weit: Der 25 Jahre alte Ex-Offizier verfolgte den Täter und konnte ihn vor dem Institut auf dem Bürgersteig zu Boden drücken.

dpa

Rubriklistenbild: © dpa

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