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Der Bau für das Haus für Sicherungsverwahrte in Straubing hat begonnen.

Baubeginn: Haus für Sicherungsverwahrte

Straubing - Bald werden Gefangene in Straubing nicht mehr zusammen mit Tätern in Sicherungsverwahrung untergebracht sein. Für 20 Millionen Euro wird jetzt Abhilfe geschafft.

Auf dem Gelände des Straubinger Hochsicherheitsgefängnisses ist am Freitag mit dem Bau eines separaten Gebäudes für Sicherungsverwahrte begonnen worden. Den offiziellen Startschuss für die Arbeiten gab Bayerns Justizministerin Beate Merk (CSU) mit einem “Baggerstich“. “Nur eine räumliche Trennung von Strafgefangenen und Sicherungsverwahrten wird den neuen verfassungsrechtlichen Vorgaben gerecht“, erklärte Merk laut Mitteilung ihres Ministeriums.

In dem etwa 20 Millionen Euro teuren Neubau sollen bis zu 84 Sicherungsverwahrte Platz haben. Das Haus muss laut Ministerium bis Ende Mai 2013 fertig sein - dann endet die Übergangsfrist, die vom Bundesverfassungsgericht gesetzt worden war. Die höchsten deutschen Richter hatten vor wenigen Monaten verfügt, dass binnen zwei Jahren die Praxis der Sicherungsverwahrung neu geregelt werden muss. In den Vordergrund stellte das Karlsruher Gericht die räumliche Trennung von anderen Häftlingen und ein spezielles Therapieangebot.

Die Planungen für das neue Gebäude der Justizvollzugsanstalt (JVA) in Straubing hatten allerdings schon vor dem Urteil begonnen. Die niederbayerische JVA gilt als wichtigstes Gefängnis für Schwerverbrecher im Freistaat. Hier werden zum großen Teil zu lebenslanger Haft verurteilte Mörder und andere zu langen Strafen verurteilte Kriminelle eingesperrt.

dpa

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