Bauern: 20 Millionen Euro Frostschaden

München - Die Februar-Kälte hat vielerorts Wintergetreide vernichtet. Vermuteter Schaden: mehr als 20 Millionen Euro. Die Lage ist prekär - nun hat der Freistaat Hilfe zugesagt. 

Die Staatsregierung hat den Bauern für Ernteausfälle Hilfen nach der eisigen Kälte im Februar zugesagt. “Ziel ist, den Bauern rasch zu helfen und Planungssicherheit zu geben“, teilten Finanzminister Markus Söder und Landwirtschaftsminister Helmut Brunner (beide CSU) am Mittwoch mit, Söder sagte, betroffene Landwirte könnten verminderte Steuervorauszahlungen oder eine Stundung von Abgaben beantragen. Laut Brunner bietet zudem die Landwirtschaftliche Rentenbank Liquiditätshilfedarlehen an. Damit könnten die Bauern unter gewissen Voraussetzungen zinsgünstige Darlehen beantragen.

Von dem ungewöhnlich starken Frost im Februar waren mehrere Teile Bayerns betroffen. Vielerorts wurde das Wintergetreide vernichtet - der Bayerische Bauernverband geht von mehr als 20 Millionen Euro Schaden aus. Vielfach hätten die Felder untergepflügt werden müssen, teilte der Verband mit. Oft seien Bauern betroffen, die schon im Vorjahr mit großen Ernteausfällen zu kämpfen hatten. “Die Lage ist teilweise prekär“, sagt der Vizepräsident des Bauernverbandes, Jürgen Ströbel. “Und wenn es weiterhin trocken bleibt, werden die Schäden noch größer.“ Wo schon untergepflügt wurde, fehle es oft an Saatgut. Trockenheit und Wechselfröste machten eine neue Saat zudem riskant.

Grund für die Schäden vom Februar sei nicht nur die klirrende Kälte gewesen, sondern auch die fehlende Schneedecke. Besonders Mittel- und Unterfranken sowie Mittelgebirgslagen in Oberfranken und der Oberpfalz seien betroffen. Dort gebe es auf fast allen Getreidefeldern Schäden. Mindestens 70 000 Hektar mussten bisher umgepflügt werden, vor allem Wintergerste und Winterweizen.

dpa

Rubriklistenbild: © dpa

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