Bauern wollen mehr Geld

Hattenhofen - Bauernpräsident Gerd Sonnleitner hat angesichts der Wirtschaftskrise eine Fortsetzung der EU-Zahlungen an die Bauern verlangt.

Die hohe Qualität der landwirtschaftlichen Produkte hierzulande könne nur mit Hilfe von Ausgleichszahlungen langfristig gesichert werden, sagte der Präsident des Deutschen und des Bayerischen Bauernverbandes am Sonntag im oberbayerischen Hattenhofen anlässlich der bundesweiten Aktion “Tag des offenen Hofes“. Auch die Landwirtschaft spüre die Krise noch immer. “Nach wie vor ist die Nachfrage noch nicht so da, wie wir es uns wünschen“, sagte Sonnleitner. “Es ist bei der Milch ein bisschen aufwärtsgegangen - aber die Probleme sind weiter da“, ergänzte er mit Blick auf die kürzlich leicht gestiegenen Milchpreise.

Bayerns Ministerpräsident Horst Seehofer (CSU) sagte der Landwirtschaft seine Unterstützung zu. Nach Angaben des Bauernverbandes versprach er, die bayerische Staatsregierung werde sich für eine gleichbleibende finanzielle Absicherung der Bauern stark machen. Der Ministerpräsident würdigte die Leistungen der Landwirtschaft für die Gesellschaft bei der Erzeugung hochwertiger Lebensmittel wie auch beim Erhalt der Kulturlandschaft. Sonnleitner rief die Verbraucher auf, regionale Produkte zu kaufen und so die Bauern zu unterstützen. Die Hoftore seien nunmehr für den Dialog geöffnet. Bis zum Spätsommer werden bundesweit rund 640 Bauern ihre Betriebe Besuchern zeigen. “Wir haben heute wieder einen riesigen Ansturm erlebt. Da sieht man das Interesse unserer Mitbürger an der Landwirtschaft“, resümierte Sonnleitner nach der Eröffnung. Der “Tag des offenen Hofes“ findet bundesweit alle zwei Jahre statt.

dpa

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