Forderungen an die Regierung

Bauernverband: Lage katastrophal

Heretsried - Mit einem 10-Punkte-Forderungskatalog haben sich Bayerns Bauern an die künftigen Bundesregierung gewandt. Die Lage auf den Agrarmärkten sei katastrophal.

Dies betonte der schwäbische Bauernverbands-Präsident Leonhard Keller am Montag auf einem bäuerlichen Milchviehbetrieb in Heretsried (Landkreis Augsburg). Von der neuen Bundesregierung fordern die Bauern eine Entlastung bei den Sozialkosten, die Absenkung des Steuersatzes und Abschaffung der Ober- und Untergrenze beim Agrardiesel sowie eine rückwirkende Einführung einer Risikoausgleichsrücklage.

Rücklage als Risikoausgleich

Dadurch solle den Landwirten eine steuerliche Möglichkeit eingeräumt werden, bei kurzfristigeren Marktschwankungen eine Rücklage als Risikoausgleich zu bilden. Die künftige Bundesregierung müsse sicherstellen, dass es in der neuen Legislaturperiode zu keinen zusätzlichen Bewirtschaftungsauflagen komme wie beispielsweise Erosionskatastern, Wasserrahmen-Richtlinien oder einer EU-Bodenschutzrichtlinie.

Aussetzung der Milchquote

Dies wäre nach Auffassung des Bauernverbands ein erster, spürbarer Schritt für Vereinfachungen und Bürokratieabbau. Zur Bewältigung der Krise auf den Milchmarkt fordern die Bauern unter anderem, dass sich die Bundesregierung auf europäischer Ebene für die Aussetzung der beschlossenen Milchquote einsetzen solle. Zudem sollten kartellrechtliche Grundlagen geschaffen werden, um die Position der Molkereien zum konzentrierten Lebensmitteleinzelhandel zu stärken.

dpa

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